Xiaomi: US-Regierung setzt chinesischen Hersteller auf die schwarze Liste

Kurz vor dem Ende seiner Amtszeit sorgt Donald Trump dafür, dass der chinesische Elektronikgigant Xiaomi von der US-Regierung auf die schwarze Liste des Verteidigungsministeriums gesetzt wird. Die Anschuldigung: Xiaomi unterstütze die Weiterentwicklung des chinesischen Militärs.


Bild: Xiaomi

Xiaomi wird ab sofort als „Chinese Communist Military Company“ eingestuft. Das geht aus einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters hervor. Demnach ist es Unternehmen und Investoren aus den USA zukünftig verboten, in den chinesischen Konzern zu investieren. Bereits aktive Investoren müssen dies bis November 2021 einstellen. Die Börse reagierte mit einem deutlichen Kursverlust.

Zumindest im Moment drohen Xiaomi jedoch keine derart starken Folgen wie dem Telekommunikationskonzern Huawei. Huawei wird nicht nur auf der schwarzen Liste des Verteidigungsministeriums, sondern auch auf der „Entity List“ des US-Handelsministeriums geführt, was zur Folge hat, dass der Handel zwischen US-amerikanischen und chinesischen Unternehmen stark eingeschränkt wird. Das bleibt Xiaomi (noch) erspart.

Ein Unternehmenssprecher von Xiaomi widerspricht den Anschuldigungen. Das Unternehmen sei weder mit dem chinesischen Militär verbunden, noch würde es von ihm kontrolliert werden. Man wolle nun zunächst die Konsequenzen der Entscheidung beobachten, ehe man weitere Schritte unternehmen würde. Eventuell hofft Xiaomi auch auf einen Kurswechsel des künftigen US-Präsidenten Joseph Biden. Seine Amtszeit beginnt am 20. Januar.

Quelle: Reuters

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