Jetzt ist es offiziell: Microsoft hat ein neues Betriebssystem in den Startlöchern. Der Windows-10-Nachfolger kommt mit einigen interessanten Neuerungen.


Bild: Microsoft

Als Windows 10 im Jahr 2014 vorgestellt wurde, hieß es noch, dass es die letzte Major-Version von Windows sein werde. Sieben Jahre später sieht das Ganze schon wieder anders aus. Mit Windows 11 hat Microsoft doch wieder einen Nachfolger präsentiert. Komplett überraschend kam die Ankündigung allerdings nicht. Vorige Woche traten bereits die ersten Leaks an die Öffentlichkeit.

Windows 11: Das ist neu

Windows 11 soll ein modernes Betriebssystem werden, bei dem der Nutzer im Zentrum steht. Das lässt sich so auch auf die Taskleiste übertragen. Denn diese ist, ebenso wie das Start-Menü, zukünftig zentral auf dem Desktop angeordnet. Hinzu kommen abgerundete Kanten, halbtransparente Fenster und eine Menge Pastelltöne, die das Betriebssystem insgesamt ein wenig freundlicher wirken lassen. Ähnlichkeiten zu Apple’s MacOs sind da nicht von der Hand zu weisen.


Die neue Anordnung des Starmenüs. Auf Wünsch lässt sich die Taskleiste auch wieder am linken Bildschirmrand fixieren.

Die alten Live-Kacheln, die es bereits seit Windows 8 gibt, müssen verschwinden. An der Stelle lassen sich in Windows 11 Apps ablegen, die regelmäßig genutzt werden. So ergibt sich eine Art Schnellstart-Schaltfläche. Darunter werden Programme und Dokumente gelistet, die kürzlich verwendet wurden.

Wer mit mehreren Bildschirmen arbeitet, bekommt in Windows 11 ein paar Komfort-Funktionen spendiert. Das Betriebssystem ist in der Lage, sich die Positionen der Fenster zu merken, sobald einer der Monitore entfernt oder in den Ruhezustand versetzt wird. Sollte der entfernte Monitor zu einem späteren Zeitpunkt wieder genutzt werden, erscheinen die Fenster an der gleichen Stelle wie zuvor. Auch die andere Richtung wird komfortabler. Wird ein Bildschirm entfernt, um beispielsweise mit seinem Notebook vom Schreibtisch auf die Couch zu wandern, werden die Fenster des entfernten Monitors nicht einfach auf den Hauptbildschirm übertragen, sondern automatisch minimiert. So wird der Desktop nicht direkt mit Fenstern zugekleistert, die man gerade eigentlich nicht benötigt.

Offen für Konkurrenz

Eine größere Änderung betrifft den Store – beziehungsweise die Stores. Denn Microsoft führt mit Windows 11 eine Android-Emulation ein und integriert den Android-Store von Amazon. „Bei uns ist für mehrere App-Stores Platz“, heißt es in der Ankündigung. Davon kann bei Google und Apple keine Rede sein. Beide haben derzeit Wettbewerbsverfahren am Laufen, eben weil sie keine alternativen App-Stores auf ihren Plattformen zulassen. Microsoft zeigt, dass es auch anders geht.


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Insgesamt stellt Windows 11 keine große Revolution dar. Die Neuerungen werden, auch wenn es meist nur kleinere Anpassungen sind, größtenteils positiv aufgenommen. Insbesondere das reduzierte Start-Menü scheint gut bei den Nutzern anzukommen. Eine erste Preview-Version für Entwickler soll in den kommenden Wochen veröffentlicht werden. Das finale Upgrade von Windows 10 auf Windows 11 folgt dann am Ende des Jahres – für die Nutzer übrigens kostenlos.

Quelle: Microsoft

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