John McAfee: Antiviren-Pionier tot im Gefängnis aufgefunden

Der Software-Entwickler John McAfee ist tot. Er wurde leblos in einem Gefängnis in Barcelona aufgefunden.


Bild: Gage Skidmore

John McAfee hat ein ungewöhnliches Leben hinter sich. Seine Geschichte als Antiviren-Pionier beginnt in den 1980er-Jahren. Als Angestellter beim Raumfahrtunternehmen Lockheed stößt er erstmals auf den Computervirus „Pakistani Brain“. Daraufhin beginnt er Anti-Viren-Programme zu schreiben, in der Hoffnung, diese und andere Bedrohungen unschädlich machen zu können. Mit vollem Erfolg: im Jahr 1987 gründet er seine eigene Firma namens McAfee Associates. Schnell kommen die ersten Gerüchte auf, die besagen, dass John selbst Viren in Umlauf bringen würde, nur um gleichzeitig den passenden Schutz verkaufen zu können.

In kürzester Zeit verdient er mit seiner Firma Millionen, ehe er sich 1994 aus dem Unternehmen zurückzieht. Die folgenden Jahren lebt er wie ein Rockstar. Mit wilden Partys, Drogenexzessen und einer Menge Frauen sorgt er immer wieder für Schlagzeilen. Er selbst behauptet insgesamt 47 Kinder gezeugt zu haben.



Im Jahr 2012 wendet sich das Blatt. Als sein Nachbar erschossen wird und er in das Visier der Behörden gerät, entscheidet er sich dazu, nach Guatemala zu fliehen. Es folgen eine Reihe weiterer Klagen, bis er 2019 aufgrund von langjähriger Steuerhinterziehungen per internationalem Haftbefehl gesucht wird. Schließlich wird er im Oktober 2020 am Flughafen von Barcelona verhaftet. Im März dieses Jahres kommt eine weitere Anklage wegen Betrugs mit Kryptowährungen hinzu.

Ein spanisches Gericht genehmigt die Auslieferung McAfees an die Vereinigten Staaten. Doch dazu kommt es nicht. Nur wenige Stunden nach der Bekanntmachung wird John McAfee tot in seiner Gefängniszelle aufgefunden. Die Gefängnisverwaltung geht von einem Selbstmord aus.

Quelle: Tagesschau

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David
David
4 Monate her

So wie Eppstein, Selbstmord durch Hilfe, die Kameras auch zufällig nicht eingeschaltet…