Übernahme geplatzt: Chipdesigner ARM geht doch nicht an Nvidia

Der Milliardendeal zwischen ARM und Nvidia ist offiziell vom Tisch. Stattdessen wird der Chipdesigner nun an die Börse gehen.


Photo by Manuel on Unsplash

Es sollte der bislang größte Deal der Chipbranche werden. Ursprünglich hatte Nvidia bereits im September 2020 angekündigt, den Chipdesigner ARM für rund 40 Milliarden US-Dollar kaufen zu wollen. Doch der Widerstand von Wettbewerbshütern und Konkurrenten war offenbar zu groß.

Wie die beiden Unternehmen bekanntgegeben haben, findet die geplante Übernahme doch nicht mehr statt. Der japanische ARM-Eigentümer Softbank behält die 1,25 Milliarden US-Dollar, die bereits von Nvidia gezahlt wurden und damit hat sich die Sache erledigt.



Im Vorfeld hatten sich bereits einige namhafte Firmen gegen den Deal ausgesprochen. Unter anderen Google, Microsoft und Qualcomm. Sogar die US-Regierung schaltete sich im Dezember vergangenen Jahres ein. ARM entwickelt Chip-Architekturen und lizensiert diese an andere Firmen. In aktuellen Smartphones beispielsweise ist kaum ein Chip zu finden, der nicht auf einer Architektur von ARM basiert. Es wurde befürchtet, dass Nvidia die Übernahme nutzen könnte, um die eigene Wettbewerbsposition zu verbessern und Innovationen auszubremsen.

SoftBank will ARM nun stattdessen an die Börse bringen. Der Börse soll bis zum Ende des laufenden Geschäftsjahres, also bis Ende März 2023, über die Bühne gehen. Nvidia bleibt hingegen einfacher Lizenznehmer – so wie alle anderen Unternehmen der Branche ebenfalls. „Arm hat eine glänzende Zukunft, und wir werden sie als stolzer Lizenznehmer noch jahrzehntelang unterstützen“, sagte Jensen Huang, Gründer und Chief Executive Officer von NVIDIA. „Auch wenn wir nicht ein Unternehmen sein werden, werden wir eng mit Arm zusammenarbeiten.“

Quelle: Nvidia

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