StreamOn & Vodafone Pass: Bundesnetzagentur untersagt Zero-Rating-Angebote

Zero-Rating-Produkte wie Telekom StreamOn oder der Vodafone Pass wird es künftig nicht mehr geben. Das hat die Bundesnetzagentur nun entschieden. Die Vermarktung solcher Angebote soll in den kommenden Monaten eingestellt werden. Grund dafür ist ein Verstoß gegen die Netzneutralität.


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Der Europäische Gerichtshof hatte bereits im September 2021 entschieden, dass Zero-Rating-Angebote gegen geltendes Recht verstoßen. Solche Tarife, bei denen sich bestimmte Dienste wie YouTube, Spotify & Co. nicht auf das übliche Datenvolumen auswirken, würden die Gleichbehandlung des Datenverkehrs missachten, hieß es in der damaligen Begründung. Der Gerichtshof versteht den Grundsatz der Gleichbehandlung als allgemeines Gleichbehandlungsgebot. Das bedeutet, er untersagt sowohl technische als auch tarifliche Ungleichbehandlungen zwischen verschiedenen Verkehrsarten innerhalb eines Tarifs.

Übergangsfrist bis 2023

Das sieht auch die Bundesnetzagentur so. Bis zum 01. Juli sind die Deutsche Telekom und Vodafone dazu angehalten, die Vermarktung ihrer Angebote für Neukunden einzustellen. Bei Bestandskunden gibt es eine längere Frist. Da fällt der Schlussstrich erst Ende März 2023. So soll ein „verbraucherfreundlicher Übergang“ auf andere Tarife garantiert werden.


Wird es in Zukunft nicht mehr geben: das StreamOn-Angebot der Deutschen Telekom.

Grundsätzlich sollen Verbraucher von dieser Entscheidung profitieren. „Wir beenden die Ungleichbehandlung von Datenverkehren, die mit den Zero Rating-Optionen verbunden sind,“ sagt Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur. „Wir erwarten, dass die Anbieter nun Tarife mit höheren Datenvolumina oder günstigere Mobilfunk-Flatratetarife anbieten“.

Quelle: Bundesnetzagentur

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Isidor
Isidor
6 Monate her

Ich finde das super. Ich streame nur selten außerhalb eines WLAN und für die seltenen Fälle, in denen ich es tue, hat sich das Zero-Rating-Angebot bisher nicht gelohnt. Datenvolumen bei meinem CallYa Tarif dazu zu kaufen ist unverhältnismäßig teuer. Eine halbe Stunde Netflix und mein Datenvolumen für 2.99€ ist weg, das ist eine Frechheit, denn damit kostet ein Tag Internet mit intensiver Nutzung für z.B. 10 Stunden 60 €, also ein Monat (30 Tage) 1800€. Ich würde mir eine echte Internetflatrate ohne Limit für einen vernünftigen Preis wünschen, wie das beim Festnetz schon lange üblich ist und für 2.99 Datenvolumen… Read more »

Itdkdj
Itdkdj
6 Monate her
Reply to  Isidor

Total daneben geschossen mit dem Kommentar.
Erstens- ist CallYa kein Tarif sondern eine prepaid karte.
Zweitens – Der Vodafone Pass ist kostenloser Bestandteil eines (postpaid) Vertrages bei Vodafone (wie zB. Stream On bei der Telekom). Einer von vier ist auch ein Video Pass mit welchen man Netflix und Co. unterwegs schauen kann wie viel man will, ohne sein Datenvolumen zu verbrauchen.
Es schadet nicht erst mal den kompletten Text zu lesen und dann sein Senf dazugeben, ggf. wenn man mit der Materie nicht vertraut ist, auf kommentieren zu verzichten.

Klaus
Klaus
6 Monate her

Dann lieber endlich die Preise für Tarife anpassen.
Es ist nicht normal wieviel Geld man zahlen muss für ein paar poplige GB.

Tom
Tom
6 Monate her

Irgendwie müssen wir mehr Steuern zahlen… Nur eine Frechheit!

Stegi
Stegi
6 Monate her

Also es ist eine Frechheit, zu meinen, der Verbraucher profitiert. Ich nutze diese Angebote, weil sie günstig und inklusive sind. Also wieder Politik, die Menschenfremd ist! Ich höre nunmal viel Musik, ca. 100GB pro Monat. StreamON ist super, ein Ausgleichstarif zwingend teurer, da ich akutell 12Gb Datenvolumen regulär hätte. Das sind 88Gb mehr, die ich bräuchte, um meinen Bedarf zu decken!!!

Oliver
Oliver
6 Monate her
Reply to  Stegi

Also streamst du auf höchster Qualität etwa 29,77 Tage pro Monat Musik? Sportlich 😁

Isidor
Isidor
6 Monate her
Reply to  Stegi

Der Verbraucher wird definitiv profitieren. Wie ich eben schon wo anders geschrieben habe kostet aktuell ein Monat mit intensiver Datennutzung hochgerechnet 1800 Euro. Wenn die Anbieter die Zero-Rating-Angebote nicht mehr haben müssen sie die Volumentarife komplett überdenken und die Preise fallen für alle. Mag sein, dass es für jene die Streaming-Angebote genutzt haben vorübergehend teurer wird, langfristig profitieren sie aber von fallenden Preisen oder irgendwann echten Flatrates, wie es beim Festnetz-Internet vor einigen Jahren passierte.

Johny
Johny
6 Monate her
Reply to  Isidor

Schwachsinn selten so ein Müll gelesen. Kauf dir ne richtige Flat dann zahlst du nicht 1800€. Ich habe unbegrenztes Datenvolumen bei Vodafone und zahle 30€. 1800€ ich lach mich schlapp 😂

Bob
Bob
6 Monate her
Reply to  Isidor

So etwas wie die Flatrates waren jetzt die Streaming Angebote. Du denkst doch nicht, dass dann Flatrates kommen werden, wenn der erste Schritt in Richtung Flatrates nun verboten werden?

Oliver
Oliver
6 Monate her

So ein Schwachsinn zu erzählen das die Verbraucher davon profitieren. Es hat nur Nachteile für den Verbraucher wenn er einen teureren Tarif wählen muss um mehr Datenvolumen zu erhalten. Jeder hatte die Möglichkeit ein solches Angebot dazu zu buchen also gab es auch keine ungleiche Behandlung.

Christian
Christian
6 Monate her
Reply to  Oliver

Sehe ich nicht so. Da es auch Konkurrenz gibt die einfach nur Datenvolumen verkauft. Wenn ein Vergleichstarif bei einem anderen Anbieter unlimitiertes Datenvolumen hat und z.b. lediglich die Bandbreite abstuft. Hier gibt es zum Beispiel O2 die das bereits machen und mittlerweile ein besseres Netz haben als ich mit meinem Vodafone Vertrag. Dann denke ich schon, dass Vodafone und die Telekom nachziehen müssen. Davon profitiert dann der Endbenutzer.

Olli
Olli
6 Monate her
Reply to  Christian

Müssen?! Andere Anbieter, andere Leistungen. Dann geh doch zu O2 und heul nicht rum, wenn die Leistung eh besser ist.
Ich nutze Vodafone pass und finde es super, dass da kein Volumen verbraucht wird. Wie kann man sowas nicht gut finden?!