Release im Sommer: Intel zeigt erste eigene Desktop-Grafikkarte

In wenigen Monaten wird Intel die erste Grafikkarte für Desktop-PCs veröffentlichen. Leistungstechnisch soll sie sich irgendwo im Mittelfeld ansiedeln.


Bild: Intel

Intel hat bekanntgegeben, dass im Sommer 2022 die erste eigene Desktop-Grafikkarte auf den Markt kommen soll. Ein kurzes Teaser-Video gibt uns einen Ausblick auf das, was uns erwartet. Zu sehen ist eine schwarze Grafikkarte im Dual-Fan-Design, die mit zwei Axial-Lüftern ausgestattet ist und zwei Slots in Anspruch nimmt. Vier Anschlüsse lassen sich erkennen. Dabei handelt es sich um einen HDMI-Anschluss (2.0b) sowie drei Display-Ports (1.4a). Optische Akzente werden mit einem beleuchteten „Arc“-Logo und ein paar silbernen Elementen gesetzt. Das entsprechende Video haben wir euch hier in den Beitrag eingebunden:


Einen konkreten Release-Termin der Desktop-Grafikkarte gibt es nicht und auch der Preis ist noch völlig unbekannt.

Zusätzlich zu der Desktop-Grafikkarte wird es auch einige Mobile-Varianten geben, die schon früher in den Handel kommen. Fünf Modelle mitsamt technischen Details wurden bereits präsentiert. Die beiden kleinsten Versionen (Intel Arc 3) haben bis zu 1.024 Shader-Einheiten mit einem Takt von bis zu 1.550 MHz zu bieten. Das entspricht einer Rechenleistung von 3,2 TFLOPs. Der GDDR6-Videospeicher ist vier Gigabyte groß und die typische Leistungsaufnahme liegt zwischen 35 und 50 Watt.

Im Mittelfeld positioniert sich ein Ableger von Intel Arc 5. Dieser kommt auf 2.048 Shader-Einheiten, taktet allerdings nur mit 900 MHz. Trotz deutlich mehr Rechenkernen ergibt sich also nur eine theoretische Rechenleistung von 3,7 TFLOPs. Ein überraschend kleines Plus im Vergleich zu den beiden Einsteiger-Modellen. Dafür hat die Grafikkarte sowohl einen doppelt so großen Speicher als auch ein doppelt so breites Speicherinterface zu bieten. Die Leistungsaufnahme beträgt 60 bis 80 Watt.

Die vorläufige Speerspitze hört auf den Namen Intel Arc 7. Zwei Modelle soll es davon geben. Mit bis zu 4.096 Shader-Einheiten und einem Takt von maximal 1.650 MHz ergibt sich eine theoretische Rechenleistung von 13,5 TFLOPs. Damit bewegt sich das Spitzenmodell irgendwo zwischen einer mobilen RTX 3060 und einer mobilen RTX 3070. Über die tatsächliche Spieleleistung sagt das allerdings noch nichts aus. Da spielen noch viele weitere Faktoren eine Rolle – unter anderem die Treiber. Wie es sich für ein Topmodell gehört, gibt es einen bis zu 16 Gigabyte großen Videospeicher mit einem bis zu 256 Bit breitem Speicherinterface. Bei einer Leistungsaufnahme von 120 bis 150 Watt.


Bild: Intel

Die beiden Modelle der Arc 3-Serie sind ab sofort im Handel erhältlich. Entsprechende Notebooks gibt es ab 899 US-Dollar zu kaufen. Die restlichen drei Varianten kommen irgendwann im „frühen Sommer“ 2022 hinzu. Wie die Preise dort ausfallen werden, ist noch nicht bekannt.

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Markus Heinemann
Markus Heinemann
7 Monate her

Ich freue mich, dass Intel in diesem Bereich mitwirkt. Allerdings ist der Preis zu hoch gegriffen. Leider „noch nicht“ konkurrenzfähig. Aber ich hoffe das Beste, damit AMD sowie NVIDIA einen anständigen Tritt kriegen.