Hilfe aus der Luft: Polizei in NRW setzt zukünftig auf Drohnen

Auch in der Polizei schreitet die Digitalisierung voran. Neue Technologien sollen bei der Verbrechensbekämpfung helfen. In Nordrhein-Westfalen haben die Einsatzkräfte nun Drohnen für sich entdeckt.


Bild: Pixabay

NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) verkündete am Montag, dass man die Polizei mit 106 Drohnen ausstatten werde. Die Drohnen sollen über eingebaute Kameras verfügen und sich vom Boden aus fernsteuern lassen. Rund eine Million Euro werde die Anschaffung kosten. Passend dazu sollen etwa 270 Polizisten zu sogenannten „Fernpiloten“ ausgebildet werden.

„Drohnen machen die Arbeit der Polizei an vielen Stellen einfacher“, äußerte sich Reul. Außerdem versicherte der Minister: „Das ist kein Projekt zum Thema Überwachungsstaat. Das hat nix mit „Big Brother is watching you“ zu tun“. Polizei-Drohnen sollen auch deutlich als solche gekennzeichnet werden. Eine flächendeckende Ausstattung jedes Streifenwagens mit einer Drohne erfolge dabei jedoch nicht, betonte Reul.



Die Drohnen sollen bei der alltäglichen Arbeit zum Einsatz kommen, beispielsweise beim Filmen von Unfallstellen oder beim Suchen von Vermissten. In den kommenden Monaten möchte man genau prüfen, in welchen Szenarien der Einsatz von Drohnen Sinn mache und in welchen nicht. In Dortmund habe man in der Vergangenheit bereits sehr gute Erfahrungen machen können. Dort wurden Drohnen im Rahmen einer Bombenräumung genutzt, um zu überprüfen, ob sich noch Personen im Gefahrenbereich aufhielten.

Quelle: Land NRW

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