Der öffentliche Personennahverkehr in Wiesbaden hat mit Problemen zu kämpfen. Aufgrund von überfüllten Straßen kommt es im Alltag immer wieder zu Verspätungen. Eigentlich gibt es spezielle Bus- und Umweltspuren, um genau das zu verhindern. Doch diese werden häufig von Autofahrern zugeparkt.



„Falsch abgestellte Fahrzeuge im Straßenraum verlangsamen den Busverkehr massiv. Dies sorgt regelmäßig für Verspätungen im Fahrplan”, erklärt Marion Hebding, kaufmännische Geschäftsführerin bei ESWE Verkehr. „In den meisten Fällen müssen unsere Fahrerinnen und Fahrer in den fließenden Verkehr einfädeln, um ein Hindernis umfahren zu können. Schlimmstenfalls stehen unsere Busse dann mit den anderen Verkehrsteilnehmenden im Stau. Fahrgäste kommen nicht rechtzeitig an ihr Ziel und sind zurecht verärgert.”

Damit man solche Falschparker in Zukunft besser zur Rechenschaft ziehen kann, hat das Verkehrsunternehmen ESWE Verkehr nun damit angefangen, die eigenen Busse mit Dashcams auszustatten. Die Frontkameras können per Knopfdruck ausgelöst werden und erstellen daraufhin eine Fotoserie der Straße – mitsamt GPS-Daten und exakter Uhrzeit.

Die Aufnahmen sollen alle datenschutzrechtlichen Vorgaben erfüllen und werden zunächst manuell geprüft, bevor sie dann an die städtischen Verkehrsbehörden weitergeleitet werden. Diese entscheiden dann, ob ein entsprechendes Bußgeldverfahren eingeleitet wird. Falschparkenden auf Busspuren droht ein Bußgeld von 70 Euro. Bei Behinderung auf Umweltspuren kommt zu diesem Bußgeld noch ein Punkt in Flensburg hinzu. Bis Ende 2024 sollen insgesamt 30 Fahrzeuge mit einem Kamera-System ausgestattet werden.

Quelle: ESWE

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