Stundenlanger Ausfall: Darum waren Facebook, WhatsApp und Instagram nicht erreichbar

Über mehrere Stunden hinweg waren Facebook, Instagram und WhatsApp nicht erreichbar. Nun teilte der Konzern mit, was die Ursache für den außergewöhnlichen Ausfall war.


Photo by Brett Jordan on Unsplash

Plötzlich ging nichts mehr: Milliarden Nutzer staunten nicht schlecht, als am Montag die drei großen sozialen Netzwerke aus dem Hause Facebook ausgefallen waren. Mehr als sechs Stunden dauerte die Störung an, ehe das Problem gegen Mitternacht wieder behoben werden konnte. Zwischenzeitlich kamen bereits Gerüchte über einen möglichen Hackerangriff auf. Doch wie das Unternehmen anschließend bekanntgab, handelte es sich lediglich um eine Netzwerkstörung.

Weitreichende Auswirkungen

Auslöser sei eine fehlerhafte Neukonfiguration der Router gewesen, welche für den Datenverkehr zwischen den Rechenzentren verantwortlich seien. Das teilte der Konzern in einem offiziellen Blogpost mit. Daraufhin kam es zu „kaskadenartigen Auswirkungen“ auf die Kommunikation und der Zugriff auf sämtliche Facebook-Dienste wurde unterbrochen.

Da auch interne Systeme von dem Vorfall betroffen waren, sei es gar nicht so einfach gewesen, das Problem zu beheben. Digitale Türschlösser in den Büros und andere vernetzte Techniken seien ebenfalls ausgefallen. Letztlich musste ein Notfall-Team in das Rechenzentrum nach Santa Clara geschickt werden, um einen manuellen Neustart durchzuführen. Facebook entschuldigte sich bei den Nutzern für die Unannehmlichkeiten und betonte, dass keine privaten Daten betroffen gewesen waren.

Die Börse reagierte schnell auf den weltweiten Ausfall. Die Facebook-Aktie schloss am Abend mit einem Minus von fünf Prozent. Zuckerbergs privates Vermögen schrumpfte damit innerhalb weniger Stunden um mehr als sechs Milliarden US-Dollar.



Währenddessen konnte ein anderer Akteur von den Störungen profitieren – und zwar Twitter. Der Kurznachrichtendienst war sich offenbar bewusst, dass er zur Anlaufstelle Nummer 1 werden würde und veröffentlichte kurzerhand einen Tweet, in dem wortwörtlich „alle“ begrüßt wurden. Mit etwas mehr als drei Millionen „Gefällt mir“-Angaben dürfte es eines der erfolgreichsten Postings in der Geschichte von Twitter werden.

Auch der US-amerikanische Whistleblower und ehemalige CIA-Mitarbeiter Edward Snowden nutzte die Gunst der Stunde, um aktiv für den Messenger Signal zu werben. Verglichen mit WhatsApp soll dieser einen deutlich besseren Datenschutz bieten.

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