Steam in der Kritik: Entwickler finden 30-Prozent-Gebühr zu hoch

Steam ist nach wie vor die größte Spieleplattform auf dem PC. Für die Entwickler Fluch und Segen zugleich. Wer dort seine Spiele veröffentlicht, kann monatlich theoretisch bis zu 90 Millionen Nutzer erreichen. Im Gegenzug müssen die Entwickler jedoch 30 Prozent ihrer Einnahmen abdrücken. Für einige Spielentwickler ist das zu viel, wie eine aktuelle Umfrage aufzeigt.


© Valve

Die Veranstalter der Game Developers Conference haben eine Umfrage ins Leben gerufen, an der rund 4.000 Entwickler teilgenommen haben. Eine Frage drehte sich dabei um die 30-Prozent-Abgabe, welche die Entwickler an Steam entrichten müssen. Das Ergebnis: Nur ein Bruchteil findet die Höhe wirklich gerechtfertigt.

32 Prozent der Befragten gaben an, dass sie die Abgabe als „nicht gerechtfertigt“ ansehen. Weitere 27 Prozent wählten die Antwortmöglichkeit „wahrscheinlich nicht gerechtfertigt“. Mehr als die Hälfte der Entwickler sind also durchaus unzufrieden mit dem derzeitigen Modell. Jeweils 17 Prozent entschieden sich für die Möglichkeiten „vielleicht“/“nicht sicher“. Bleiben letztlich nur noch 6 Prozent der Befragten, die die Höhe der Abgaben auch als gerechtfertigt ansehen.

Umsatzquelle: Steam

Gleichzeitig scheinen die Entwickler aber auf die Spieleplattform angewiesen zu sein. Denn 55 Prozent gaben an, dass sie 3/4 oder mehr der Verkäufe über Steam abwickeln. Die Konkurrenz (GOG, Discord etc) stellt hingegen nur in den seltensten Fällen eine große Einnahmequelle dar.

Ein namhafter Konkurrent blieb bei dieser Umfrage jedoch außen vor: der Epic Games Store. Die Spieleplattform ist erst vor wenigen Wochen an den Start gegangen und verfolgt konkrete Pläne, um Steam ein paar Marktanteile streitig zu machen. Zum einen gibt es immer mal wieder attraktive Gratisspiele für die User. Zum anderen müssen die Entwickler deutlich weniger Gebühren entrichten. 12 Prozent der Einnahmen gehen an Epic, der Rest fließt direkt in die Taschen der Entwickler. Es bleibt also spannend, wie sich die Situation 2019 noch entwickeln wird.

Quelle: GDC

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Nun, wenn man bedenkt dass Steam das Spiel „ewig“ zum Download bereit stellt empfinde ich die Kosten als gerechtfertigt.