Reichweite von E-Autos: BMW hält 600 Kilometer für ausreichend [Update]

Die Reichweite von Elektroautos ist wichtig, da sind sich die Autofahrer grundsätzlich einig. Nur über das „wie viel“ wird noch eifrig diskutiert. BMW hat da einen klaren Standpunkt: 600 Kilometer seien genug – mehr braucht der durchschnittliche Autofahrer nicht.

Update vom 27. September: In einem Statement hat BMW die unten genannten Äußerungen wieder relativiert. Man wolle die Reichweiten-Entwicklung nicht einstellen und auch in Zukunft weiterhin an Autos mit höheren Reichweiten arbeiten.


Bild: BMW

BMW treibt die Entwicklung neuer Elektroautos spürbar voran. Dabei steigt auch die Reichweite der Fahrzeuge. Die ersten Modelle können bereits rund 600 Kilometer zurücklegen, ehe sie wieder aufgeladen werden müssen. Theoretisch ginge sogar noch mehr. Doch der deutsche Autohersteller zeigt sich zunächst zufrieden mit den erreichten Werten.

„Tausend Kilometer Reichweite sind kein Ziel, das wir mit unseren vollelektrischen Autos verfolgen. Wir streben 600 Kilometer für unsere vollelektrischen Autos und 100 Kilometer für unsere Plug-in-Hybride im Alltag an“, äußerte sich David Ferrufino, Projektleiter des BMW i4 gegenüber der Webseite Whichcar.


Bild: BMW

Zumindest nach derzeitigem Stand der Technik. Es wäre schlicht nicht sinnvoll, noch größere und dementsprechend auch schwerere Akkus zu verbauen. Im Moment müsste die Priorität eher auf schnelleren Ladezeiten liegen. Wenn das Auto innerhalb weniger Minuten aufgeladen sei, wären auch mehrere Ladestopps kein Problem mehr.

Nicht alle Autohersteller stimmen mit BMWs Haltung überein. Mercedes beispielsweise hat mit der Luxus-Limousine EQS 450+ bereits ein vollelektrisches Auto mit einer Reichweite von 780 Kilometern in den Startlöchern. Auch Tesla liegt mit dem neuen Model S schon über der 600-Kilometer-Marke. Welche Taktik am Ende aufgeht, wird die Zukunft zeigen müssen.

Wie seht ihr die Thematik: Welche Reichweite wünscht ihr euch von einem Elektroauto? Lasst es uns gerne in den Kommentaren wissen 🙂

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Peter
Peter
18 Tage her

Man sollte an beiden Seiten arbeiten, also an Ladezeit und mehr Reichweite. Warum man allerdings das Konzept mit dem Wasserstoffantrieb nicht weiter verfolgt ist mir nicht schlüssig. Da bräuchte man der Erde nicht annähernd soviel Rohstoffe entziehen und auch in der Verarbeitung nicht halb soviel Umweltbelastung betreiben. Aber Hauptsache die Autokonzerne verdienen sich dumm und dämlich

Helge
Helge
19 Tage her

600km würden auf jeden Fall ausreichen, wenn die Ladezeit entsprechend kurz wäre. Sollte man mal „halbvoll“ losfahren und dann aber xy Stunden aufladen müssen reichen 600km evtl nicht. Und sind die 600km nicht unter idealen Bedingungen? Was ist mit laufender Klimaanlage, Scheinwerfern, Bordcomputer, erschwerten Witterungsbedingungen, etc.? Um wieviel verkürzen sich diese 600km dann? Ich tendiere daher zu 700-1000km Reichweite um immer etwas Reserve zu haben!