Immer häufiger trifft die Polizei auf getunte E-Bikes. Nun wurde ein 56-jähriger Fahrer mit deutlich erhöhter Geschwindigkeit geschnappt.


Bild: Canva

Der Mann sei den Beamten aufgrund seines “auffällig rasanten” Tempos aufgefallen. So sei er innerorts mit rund 60 Stundenkilometern unterwegs gewesen, wobei er ausschließlich den Elektromotor seines E-Bikes genutzt habe. In die Pedale trat er den Beamten zufolge nicht. Zur Erinnerung: normale E-Bikes bieten eine Unterstützung auf bis zu 25 km/h, danach ist Schluss.

Bei näherer Betrachtung zeigte sich auch, wie es dazu kam. So soll der Fahrer an mehreren Bereichen des Fahrrads herumgeschraubt und neue Teile verbaut haben. Unter anderem sei der komplette Motor ausgetauscht worden und einen zusätzlichen Akku fanden die Polizisten ebenfalls.



Als E-Bike ging das Fahrzeug selbstverständlich nicht mehr durch. Vielmehr handelte es sich nach den Modifikationen um ein selbstgebautes Kleinkraftrad. Da ihm dafür allerdings sowohl Fahrerlaubnis als auch Versicherung fehlten, gab es eine Anzeige.

Manipulierte E-Bikes sind keine Seltenheit mehr. Allein zwischen 2021 und 2023 haben sich die Fälle verdreifacht. Die Polizei geht zudem von einer enormen Dunkelziffer aus. Experten warnen vor unerlaubten Tuning. Da die originalen Komponenten, beispielsweise die Bremsen, nicht für solche Geschwindigkeiten ausgelegt seien, könne so etwas mit viel Pech lebensgefährlich enden.

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