Radeon™ Super Resolution: So holt ihr zusätzliche FPS aus eurer AMD-Grafikkarte heraus

Videospiele sind in den vergangenen Jahren immer größer und schöner geworden. Das hat aber auch seinen Preis. Die Hardware-Anforderungen steigen stetig mit und die Grafikkarten werden so immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt. Glücklicherweise hat AMD eine interessante Software-Lösung im Angebot, um die bestmögliche Performance aus der Hardware zu kitzeln – und das ohne große Grafikeinbußen.


Photo by Zii Miller on Unsplash

Wer seine FPS erhöhen möchte, um ein absolut flüssiges Spielerlebnis zu erreichen, der kann auf Radeon™ Super Resolution (RSR) zurückgreifen. Die treiberinterne Upscaling-Funktion wurde vor wenigen Wochen in die AMD Software: Adrenalin Edition integriert und ermöglicht Besitzern einer kompatiblen Radeon-Grafikkarten einen ordentlichen Performance-Boost. Und das Beste: auf die schicke Grafikpracht der Spiele muss dabei nicht verzichtet werden.

Das Feature basiert im Grunde auf der AMD FidelityFX™ Super Resolution Technologie (FSR), welche bereits im Sommer 2021 veröffentlicht wurde. Während FSR jedoch explizit von den Spielen unterstützt werden muss, kann RSR komplett Spiel-unabhängig genutzt werden. Die Technik ist nämlich bereits in den Treibern der Grafikkarte enthalten.

Wie funktioniert Radeon™ Super Resolution?

Hinter Radeon™ Super Resolution verbirgt sich eine typische Upscaling-Technologie. Bedeutet, dass die Spiele zunächst in einer niedrigeren Auflösung berechnet und die Bilder anschließend softwareseitig nach oben skaliert werden. Dadurch wird die Grafikkarte entlastet, was wiederum zu einer besseren Performance führt. Es können mehr FPS berechnet werden als zuvor, weshalb die Spielerfahrung insgesamt flüssiger wirkt.



Angenommen, man möchte ein Spiel in 4K darstellen und die eigene Grafikkarte gelangt dabei an ihre Grenzen. Dann hatte man bislang nur zwei Möglichkeiten. Entweder man reduzierte die Grafikdetails des Spiels oder man musste die Auflösung zurückschrauben. Im Endeffekt resultierte beides in einem schlechteren Bild. Mit Radeon™ Super Resolution lässt sich dem entgegenwirken.

Mithilfe der Technik kann das Spiel beispielsweise in WQHD (1.440p) berechnet, aber in 4K (2.160p) dargestellt werden. Die fehlenden Pixel werden dann einfach durch den Algorithmus ersetzt. Das erzielte Bild kann zwar nicht hundertprozentig mit einer nativen 4K-Auflösung mithalten, der Unterschied ist allerdings marginal. Ein hervorragender Kompromiss aus schöner Optik und bestmöglicher Performance.

Wie lässt sich Radeon™ Super Resolution aktivieren?

Die Aktivierung von Radeon™ Super Resolution ist denkbar einfach. Vorausgesetzt, man erfüllt die Systemanforderungen. Für die Nutzung wird mindestens eine Grafikeinheit der AMD Radeon™ RX 5000-Serie benötigt. Darüber hinaus dürfen Windows (10/11) sowie die AMD Software: Adrenalin Edition in der Version 22.3.1 oder höher nicht fehlen.


Bild: AMD

Das Feature lässt sich direkt über die Software aktivieren. In den Einstellungen des Spiels könnt ihr dann festlegen, in welcher Auflösung dieses berechnet werden soll. Während eine niedrige Auflösung mit einer möglichst starken Performance einhergeht, lassen sich mit einer hohen Auflösung die schönsten Ergebnisse erzielen. Hochskaliert werden die Bilder immer auf die native Auflösung des Systems. Achtet darauf, dass das Spiel im Vollbildmodus ausgeführt wird.

Wir stark sich die Performance durch Radeon™ Super Resolution beeinflussen lässt, hängt vom konkreten Einzelfall ab. AMD selbst spricht von einer Leistungssteigerung von bis zu 70 Prozent. Je nach Spiel und verwendeter Grafikkarte können die Ergebnisse jedoch stark variieren. Eine spürbare Steigerung der FPS gibt es in der Regel aber immer.

Übrigens: Eine große Auswahl an kompatiblen Grafikkarten der aktuellen AMD Radeon™ RX 6000 Serie findet ihr direkt bei ALTERNATE!

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