E-Scooter und E-Bikes, die sich gefühlt an jeder Straßenecke ausleihen lassen, sind aus modernen Großstädten nicht mehr wegzudenken. Blöd nur, wenn einer dieser Anbieter Pleite geht und sich nicht um die Entsorgung der Fahrzeuge kümmert. Genau das ist in den USA passiert.


Bild: Bolt Mobility

Der von der Sprint-Legende Usain Bolt mitbegründete Mobilitätsanbieter “Bolt Mobility” musste Insolvenz anmelden. Das Geschäft mit dem Fahrzeug-Verleih war letzten Endes nicht profitabel genug, um es fortzuführen. Verantwortung für die hinterbliebenen Fahrzeuge möchte das Unternehmen allerdings nicht übernehmen.

Bolt Mobility – nicht zu verwechseln mit dem europäischen Anbieter Bolt – war in einigen nordamerikanischen Städten vertreten. In fünf davon wurde der Betrieb mittlerweile komplett eingestellt.

Stattdessen hat sich Bolt Mobility dazu entschieden, sich komplett aus der Affäre zu ziehen. Wie das US-Magazin TechCrunch berichtet, sind die Verantwortlichen spurlos verschwunden. Schriftliche Nachrichten der Stadtverwaltungen bleiben unbeantwortet und ans Telefon geht auch niemand. “Alle unsere Kontaktpersonen bei Bolt, einschließlich des Geschäftsführers, haben Funkstille gehalten und nicht auf unsere E-Mails geantwortet”, wird Robert Goulding, Public Information Manager bei Burlingtons Department of Public Works, in der Mitteilung zitiert.



Das Problem: in den Städten stehen noch hunderte unbrauchbare Fahrzeuge herum. E-Bikes und E-Scooter mit leeren Akkus, die sich logischerweise auch nicht mehr ausleihen lassen. Die betroffenen Städte haben nun damit begonnen, dem Anbieter eine Frist aufzuerlegen. Sollte sich Bolt Mobility bis dahin nicht um das Problem gekümmert haben, so gehen die Fahrzeuge in den Besitz der Städte über. Was da mit ihnen passieren soll, ist nicht bekannt.

Quelle: TechCrunch

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