Mining auf dem Game Boy? Machbar aber extrem langsam

Profit macht erfinderisch: Nachdem Miner zwischenzeitlich schon auf Gaming-Notebooks umgestiegen sind, werden mittlerweile alte Game Boys vom Dachboden geholt. Gut, allzu ernste Absichten stecken nicht dahinter, aber ein Modder hat gezeigt, dass man theoretisch auch mit einem Game Boy nach Kryptowährungen schürfen könnte – wenn auch extrem langsam.


Bild: YouTube (Screenshot)

Der YouTuber stacksmashing hat ein Video veröffentlicht, in dem er einen mittlerweile 32 Jahre alten Gameboy in eine Mining-Maschine verwandelt. Da der kleine Handheld natürlich nicht über eine nötige Internetverbindung verfügt, muss er ihn zunächst über ein Raspberry Pi Pico Board mit dem PC verbinden. Nachdem die Firmware der Konsole noch angepasst wurde, kann es schließlich losgehen.

Für Testzwecken hat der Modder den Gameboy einen benutzerdefinierten und deutlich vereinfachten Block errechnen lassen. Und tatsächlich konnte er die Aufgabe nach einiger Zeit lösen. Für echtes Bitcoin-Mining ist der Handheld allerdings äußert ungeeignet. Der verbaute „Sharp LR35902“-Prozessor liefert bei weitem nicht die benötigte Power, um in absehbarer Zeit auch nur einen Bitcoin-Block errechnen zu können. Theoretisch müsste man mehr als 40 Millionen Game Boys nehmen, um in etwa die Performance einer einzelnen GeForce RTX 2080 zu erreichen. Oder in anderen Worten: um mit einem Game Boy einen echten Bitcoin errechnen zu können, bräuchte man mehrere Milliarden Jahre Zeit. Aber hey: theoretisch ist es machbar!

Das ganze Projekt und die genaue Vorgehensweise des Modders könnt ihr euch im folgenden Video anschauen:

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