Im eigenen Hauptquartier: Polizei in Warschau deckt illegales Bitcoin-Mining auf

Immer wieder sorgen illegale Mining-Farmen für Ärger. Ganz egal ob in Großbritannien, in der Ukraine oder wie jetzt in Polen. Dort wurde man sogar im eigenen Polizei-Hauptquartier fündig.


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Die polnische Polizei staunte bestimmt nicht schlecht, als sie entdeckte, dass ihr eigenes Hauptquartier für illegale Zwecke missbraucht wurde. Wie der Nachrichtesender TVN24 berichtet, habe ein IT-Spezialist die Rechner der Strafverfolgungsbehörde manipuliert und die Rechenleistung der Systeme heimlich zum Schürfen von Kryptowährungen genutzt.

In dem Bericht ist immer wieder von „Bitcoin-Mining“ die Rede. Da jedoch leistungsstarke Grafikkarten verwendet wurden, dürfte es sich wohl eher um Ethereum gehandelt haben.

Ein Polizeisprecher bestätigte den Vorfall, betonte jedoch, dass man das illegale Vorhaben schnell entdeckt und beendet habe. Der entsprechende Angestellte wurde infolgedessen entlassen. Hinweise auf ein Datenleck oder gestohlene Infos aus der Polizeidatenbank gebe es keine. Der Drahtzieher habe es scheinbar nur auf die leistungsstarke Hardware und die Umgehung der hohen Stromkosten abgesehen.

Die Staatsanwaltschaft soll nun klären, wie hoch die Schäden für die Polizei ausfallen und anhand dessen das Strafmaß des vermutlichen Täters bestimmen. Zudem sei man aktiv auf der Suche nach möglichen Komplizen. Eine weitere Person soll bereits kurz der der Kündigung stehen.

Krypto-Mining, ganz egal ob Bitcoin oder Ethereum, nimmt immer absurdere Formen an. Erst kürzlich wurde in der Ukraine eine riesige Farm mit tausenden PlayStation 4 vom Netz genommen. Auffällig wurde die Farm aufgrund eines manipulierten Stromzählers.

Quelle: TVN24

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