Eine Woche Laufzeit: Samsung will den Smartphone-Akku revolutionieren

Das Smartphone hat sich in den vergangenen Jahren stark weiterentwickelt. Lediglich bei der Akku-Entwicklung scheint es schon vor einiger Zeit zum Stillstand gekommen zu sein. Nach wie vor muss das Smartphone fast täglich an die Steckdose. Samsung und IBM haben nun gemeinsam einen Ansatz präsentiert, der das Problem aus der Welt schaffen könnte.


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Smartphones könnten in Zukunft eine ganze Woche ohne Ladevorgang überstehen. Der Grund ist eine neue Technologie namens „Vertical Transport Field Effect Transistors“ (kurz VTFET), an der IBM gemeinsam mit Samsung arbeitet. Dabei werden die Transistoren vertikal übereinander gestapelt, statt wie zuvor horizontal nebeneinander angeordnet.

Das ermöglicht eine effizientere Nutzung des vorhanden Platzes und dementsprechend auch eine deutlich längere Akkulaufzeit. Zugleich sei ein größerer Stromfluss bei geringerer Energieverschwendung möglich. Die beiden Hersteller rechnen mit einer zweifachen Leistungssteigerung beziehungsweise einer 85-prozentigen Senkung des Energieverbrauchs.



Dem derzeit anhaltenden Halbleiter-Mangel könnte man damit ebenfalls entgegenwirken. Die VTFET-Technologie benötigt nämlich deutlich weniger kritische Rohstoffe als das bisher verwendete finFET-Verfahren. „Bei der heutigen Technologieankündigung geht es darum, Konventionen in Frage zu stellen und zu überdenken, wie wir die Gesellschaft weiter voranbringen und neue Innovationen bereitstellen können, die das Leben und die Wirtschaft verbessern und unsere Umweltbelastung verringern“, äußert sich Dr. Mukesh Khare, Vice President, Hybrid Cloud and Systems, IBM Research.

Leider gibt es eine Haken an der Sache. Noch befindet sich die Technologie im Anfangsstadium der Entwicklung und es gilt noch einige essenzielle Fragen zu klären, beispielsweise im Bereich des Wärmemanagements. Ob und wann die VTFET-Technologie tatsächlich zum Einsatz kommen wird, steht also noch in den Sternen. Der Ansatz klingt aber zumindest sehr vielversprechend.

Quelle: IBM (via engadget)

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