Der beste Saugroboter: Worauf sollte man achten?

Die ideale Haushaltshilfe? Viele Menschen träumen von einem digitalen Helfer, welcher den kompletten Haushalt schmeißt, während man selbst unterwegs ist. Ganz so weit ist die Technik zwar noch nicht, aber in einigen Aspekten gibt es schon jetzt passable Lösungen – ein Saugroboter beispielsweise. Einmal eingerichtet muss man sich nie wieder darum kümmern den Fußboden sauber zu halten. Zumindest theoretisch. In der Praxis gibt es jedoch einige Punkte zu beachten. Deshalb klären wir hier einmal die wichtigsten Fragen: Was gibt es bei dem Kauf eines Saugroboters zu beachten? Und was ist eigentlich der beste Saugroboter?



© Korn V. – stock.adobe.com

Punkt 1: Taktik oder Zufallsprinzip?

Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Arten von Saugrobotern. Die einen, in der Regel die günstigsten Modelle, setzen bei der Reinigung auf ein Zufallsprinzip. Bedeutet im Klartext, dass die Saugroboter so lange in eine Richtung fahren, bis sie auf ein Hindernis stoßen und dann in eine andere Richtung abdrehen. Das wiederholt sich so lange, bis die eingestellte Reinigungszeit vorüber ist. Dabei kann es natürlich vorkommen, dass manche Stellen mehrmals überfahren werden, andere dafür gar nicht.

Die anderen, meist etwas teureren Modelle, verfolgen hingegen eine echte Taktik beim saugen. Mithilfe gewisser Sensoren können sie nämlich den Raum erfassen und aus diesen Informationen eine sehr genaue Karte erstellen. So weiß der Saugroboter jederzeit wo er schon war, wo er nach saugen muss und wo eventuell Hindernisse stehen, die umfahren werden müssen.

Zwischenfazit: Günstige Saugroboter gehen häufig nach dem Zufallsprinzip vor. Dabei können auch mal Stellen übersehen werden. Teurere Saugroboter, mit entsprechender Sensorik, gehen hingegen systematisch vor.


Der Saugroboter erstellt eine digitale Raumkarte und fährt diese systematisch ab.

Punkt 2: Der Umgang mit Hindernissen

Die wenigsten Räume werden so eingerichtet sein, dass der Saugroboter in aller Ruhe seine Kreise ziehen kann und mühelos jeden Winkel des Zimmers erreicht. In der einen Ecke steht die Couch, in der anderen der Fernsehtisch und irgendwo liegen auch noch Spielsachen der Kinder rum. Gefahrenquellen gibt es überall. Auch hier können moderne Sensoren weiterhelfen.

Gute Saugroboter rasen nämlich nicht ungebremst gegen die Kommode, sondern erkennen sie schon einige Zentimter zuvor und verringern automatisch ihre Geschwindigkeit. Das gleiche Bild bei „Abgründen“: Niemand möchte seinen Saugroboter im Keller einsammeln, weil er irgendwann mal die Treppe hinuntergefallen ist.

Diese Punkte sollte aber eigentlich jeder vernünftige Saugroboter beherrschen. Schwieriger wird es jedoch bei kleineren Gegenständen, wie eben Spielzeug. Sollte sich der Gegenstand verschieben lassen, schiebt ihn der Saugroboter fröhlich vor sich hin, bis er irgendwo hängen bleibt. Ist er allerdings sehr klein, kann es auch mal dazu kommen, dass er eingesaugt wird. Da haben selbst die Premium-Modelle noch kein geeignetes Mittel gegen gefunden. Darum gilt: Kleine Gegenstände haben auf dem Boden nichts verloren, wenn der Saugroboter seine Runden zieht!

Zwischenfazit: Absturzsensoren verhindern, dass der Saugroboter die Treppe hinunter fällt. Ultraschall- oder Infrarotsensoren helfen dabei mögliche Hindernisse zu erkennen. Sehr kleine Gegenstände werden in der Regel aber nicht erkannt.

Punkt 2.1: Teppiche

Der Teppich: Ein Hindernis, das auf den ersten Blick kein richtiges Hindernis ist. Aber ein Saugroboter kann nicht klettern. Dicke Hochflorteppiche (besonders die klassischen von Ikea) können deshalb durchaus problematisch sein. Meist machen die Hersteller sogar Angaben über die maximal erreichbare Höhe. Da diese aber oftmals ein wenig zu optimistisch sind, sollte man sich besser nicht komplett darauf verlassen. Wenn man Pech hat, wird der Saugroboter den Teppich einfach umfahren und kein einziges mal saugen.

Ebenfalls interessant: Viele Saugroboter mögen keine schwarzen Teppiche – also wirklich pechschwarze Teppiche. Sie werden nämlich als Abgrund erkannt und gekonnt umfahren.

Zwischenfazit: Selbst ein „Teppich-Modus“ ist keine Garantie dafür, dass der Saugroboter auch jeden Teppich erklimmen kann. Generell gilt: Je dicker der Teppich, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass es zu Problemen kommen kann. Und tiefschwarz sollten sie auch nicht sein.


Gemütlich, aber zu hoch: Ein solcher Teppich dürfte in vielen Fällen für Probleme sorgen.

Punkt 3: Die Saugleistung

Groben Staub können eigentlich alle Saugroboter aufsaugen. Die größten Problemfelder liegen hingegen bei: Ecken, Teppichen, Haaren und Feinstaub.

Auf Grund der meist runden Bauform können Saugroboter keine Ecken befahren. Dafür verfügen sie jedoch über seitliche Reinigungsbürsten, die den Staub zur Hauptbürste schieben. Das funktioniert zwar recht gut, kann die Ecken aber nicht zu 100% vom Staub befreien.

Für Teppiche brauchen Saugroboter mehr Power als für den restlichen Boden. Deshalb sollte man darauf achten, dass der Saugroboter (a) generell eine sehr starke Saugleistung hat oder (b) über einen extra Teppich-Modus verfügt. Dieser erkennt den Teppich und aktiviert automatisch eine Art Boost-Modus, bis der Teppich wieder verlassen wurde.

Kurz Haare werden in der Regel problemlos aufgesaugt. Lange Haare neigen hingegen dazu sich in der Hauptbürste zu verheddern. Da hilft nur eine regelmäßige Reinigung. Ansonsten leidet die Leistung langfristig darunter.

Um auch Feinstaub effektiv einzufangen und nicht nur in der Wohnung zu verteilen, benötigen Saugroboter einen speziellen Filter. Am besten ist ein wasserfester PTFE-Filter, da er sich einfach mit Wasser reinigen lässt.

Zwischenfazit: Eine automatische Teppich-Erkennung ist sehr zu empfehlen. Außerdem sollte der Saugroboter über einen Feinstaub-Filter verfügen.

Punkt 4: Bedienung & Wartung



Ein guter Suagroboter verfügt über Timer-Funktionen, kann Karten abspeichern, lässt Sperrzonen einrichten und lässt sich im besten Fall sogar noch Fernsteuern. Einige Modelle bringen eine eigene Fernbedienung mit. Doch am bequemsten ist natürlich eine Steuerung per Smartphone.

Auch wenn dir ein Saugroboter viel Arbeit abnimmt, benötigt er hin und wieder ein bisschen Pflege. Die Bürsten und Filter müssen regelmäßig gereinigt und irgendwann ausgetauscht werden. Deshalb sollte man darauf achten, dass die wichtigsten Einzelteile im Handel erhältlich sind und natürlich möglichst preiswert angeboten werden.

Zwischenfazit: Die Bedienung per App kann viele Vorteile mit sich bringen. Die wichtigsten Ersatzteile, Filter und Bürsten, sollten jederzeit erhältlich sein.

Punkt 5: Zusammenfassung

Ein guter Saugroboter sollte…

  • Räume erkennen und systematisch saugen können
  • Hindernisse/Abgründe erkennen und umfahren können
  • Über einen Feinstaubfilter verfügen
  • Die Leistung für Teppiche anpassen
  • Per App gesteuert werden können
  • Leicht austauschbare Ersatzteile haben

Saugroboter haben häufig Probleme mit…

  • Sehr hohen und tiefschwarzen Teppichen
  • Winzigen Gegenständen und lange Haaren
  • Ecken

Unsere Empfehlung

Der Roborock von Xiaomi bietet in unseren Augen ein exzellentes Preis-Leistungsverhältnis. Er bietet viele Features, die ansonsten nur deutlich teurere Modelle vorweisen können und überzeugt darüber hinaus noch mit einer sehr guten Saugleistung.

StärkenSchwächen
RaumerkennungSehr hohe Teppiche
Sehr gute SaugleistungWischfunktion überzeugt nicht ganz
Bedienung per App (mit Timer, Fernsteuerung, Sperrzonen, Punktreinigung)
Günstige Ersatzteile (& automatische Wartungs-Erinnerung)
Lange Akkulaufzeit
Sehr gute Sensoren
Abwaschbarer Feinstaubfilter
Teppich-Modus

Preis: Ab 389 Euro!

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