Corona-Ausbruch in Taiwan: Chip-Engpässe könnten sich nochmals verschlimmern

Bisher ist Taiwan, die Heimat der Chipindustrie, ziemlich gut durch die Pandemie gekommen. Doch in den vergangen Tagen häuften sich die positiven Corona-Fälle in dem kleinen Inselstaat östlich von China. Erste Lockdown-Maßnahmen wurden bereits eingeleitet und die Auswirkungen könnten sich auch hierzulande bemerkbar machen.


Photo by david latorre romero on Unsplash

Die enorme Nachfrage nach Elektronikartikeln aller Art hat schon jetzt zu spürbaren Engpässen geführt. Egal ob Spielekonsolen, Fernseher oder Autos: Der Bedarf an Computerchips kann momentan einfach nicht gedeckt werden. Der aktuelle Corona-Ausbruch in Taiwan könnte die Situation nochmals verschlimmern.

Das Coronavirus stellt den Alltag in Taiwan komplett auf den Kopf. Alleine gestern wurden über 400 positive Fälle gemeldet – die bisher höchste Zahl an Neuinfektionen des Landes. Erste Geschäfte, Schulen und auch Firmen wurden bereits geschlossen, um die Verbreitung einzudämmen. Auch die großen Chip-Hersteller wie TSMC zeigen sich besorgt und haben ihre Sicherheitsmaßnahmen bereits drastisch verschärft, wie Digitimes berichtet.

Aktuelles Beispiel: Nach der Infektion eines Mitarbeiters hat Apple-Vertragsfertiger Pegatron ein neues Schicht-System eingeführt. Nur ein Drittel der Belegschaft ist momentan zeitgleich vor Ort.

Sollte der Inselstaat die Lage nicht schnell in den Griff bekommen, droht den Chip-Hersteller ebenfalls eine Schließung der Werke – und das könnte weltweit zu Problemen führen. Die ohnehin schon verzwickte Lage im Chip-Segment würde sich durch einen Produktionsausfall nur noch weiter verschlechtern. Dann könnten PlayStation 5 & Co. endgültig zur Rarität werden.

Via: Digitimes

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