Fahrer der Mercedes-S-Klasse dürfen künftig auf ein automatisches Spurhaltesystem zurückgreifen. Das hat das Kraftfahrt-Bundesamt am Donnerstag offiziell bekanntgegeben. Es sei die weltweit erste Genehmigung dieser Art.


Bild: Daimler

Die Hände vom Lenkrad nehmen und gemütlich eine Nachricht auf dem Smartphone verfassen – klingt extrem gefährlich, wird für Besitzer der Mercedes-S-Klasse aber schon bald Realität. Zumindest in gewissen Situationen wird die Nutzung eines automatischen Spurhaltesystems erlaubt. Es sei „ein wichtiger erster Schritt auf dem Weg zur Automatisierung“, äußerte sich Richard Damm, Präsident des Kraftfahrt-Bundesamtes.

Vom vollkommen autonomen Fahren ist man allerdings noch weit entfernt. Der Einsatzzweck beschränkt sich nämlich zunächst auf Autobahnen mit hohen Verkehrsaufkommen und Staus. Solange die Geschwindigkeit bei maximal 60 Stundenkilometern liegt, darf der Fahrer seine Zeit völlig legal mit dem Anschauen von Serien oder sonstigen Aktivitäten verbringen. Nur schlafen darf er nicht. Der Fahrer muss jederzeit bereit sein, das Lenkrad zu übernehmen, beispielsweise um Platz für Einsatzfahrzeuge zu schaffen.


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In den USA und China soll das System ebenfalls zum Einsatz kommen. Entsprechende Testphasen laufen bereits. Noch fehlt in den Ländern jedoch der passende Rechtsrahmen. In Deutschland besteht schon seit 2017 eine rechtliche Grundlage und die Zulassungsvorschriften in Europa gibt es seit Anfang 2021. Bislang ist Mercedes der einzige Autohersteller, der sie umgesetzt hat.

„Seit vielen Jahren arbeiten wir daran, unsere Vision vom automatisierten Fahren zu verwirklichen. Mit dem LiDAR-basierten System haben wir eine innovative Technologie für unsere Fahrzeuge entwickelt, die dem Kunden ein einmaliges, luxuriöses Fahrerlebnis bietet und ihm das Wichtigste schenkt: Zeit“, wird Markus Schäfer, Mitglied des Vorstands der Daimler AG und Mercedes-Benz AG, in der Pressemitteilung zitiert.

Quelle: Daimler

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