Zusätzliche Tasten: MacroPad & DisplayPad von Mountain im Kurztest

Eine gewöhnliche Tastatur verfügt in der Regel über 105 Tasten. Klingt nach viel, ist für viele Menschen aber nicht genug. Insbesondere Gamer und Content-Creator benötigen immer wieder Extratasten, um allen Anforderungen gerecht zu werden. Genau dafür hat der Hardware-Hersteller MOUNTAIN nun zwei kleine Helferlein auf den Markt gebracht: ein MacroPad sowie ein DisplayPad.



Sowohl das MacroPad als auch das DisplayPad werden mithilfe eines zwei Meter langen USB-Kabels mit dem PC verbunden und verfügen über 12 zusätzliche Tasten, die sich frei belegen lassen. Doch während das MacroPad auf ein klassisches Tastatur-Design mit Switches und Tastenkappen setzt, kommen beim DisplayPad kleine Bildschirmtasten zum Einsatz, auf denen man Bilder und GIFs darstellen kann. Mit einer Auflösung von 104 x 104 Bildpunkten pro Display.

Ganz praktisch: wer Besitzer einer Mountain Everest Max ist, der kann die beiden Module einfach an der Rückseite der Tastatur einklemmen. Dadurch sind sie besonders gut zu erreichen und haben einen noch stabileren Stand. Alle anderen können die Module auf zusätzliche Ständer platzieren, die im Lieferumfang enthalten sind. Dank des massiven Designs und einer gummierten Unterseite haben auch sie einen sicheren Stand auf dem Schreibtisch. Generell machen die Geräte einen hochwertigen und äußerst stabilen Eindruck.

Beide Module sind leicht angewinkelt und lassen sich dadurch bequem bedienen. Die Haptik ist jedoch grundverschieden. Das MacroPad vermittelt das Tippgefühl einer mechanischen Tastatur, was daran liegt, dass es im Grunde auch eine ist. Die mechanischen Tasten können sogar mit wenigen Handgriffen ausgetauscht werden. Die Tasten des DisplayPads sind hingegen glatt und haben eine eher kurze Anschlagdistanz mit einem deutlichen Feedback.



Vielfältige Anpassungsmöglichkeiten

Um die beiden Module nutzen zu können, muss man zunächst das „Base Camp“ installieren. Dabei handelt es sich um die gleiche Software, mit der sich beispielsweise auch die Mountain Everest Max an die eigenen Bedürfnisse anpassen lässt. Die Software bietet eine ganze Reihe an Einstellungen und ist eigentlich selbsterklärend.

Jede einzelne Taste des MacroPads verfügt über eine Hintergrundbeleuchtung, die wir über die Software anpassen können – sowohl die Farbe als auch verschiedene Beleuchtungseffekte. Die Bildschirmtasten des DisplayPads können wir mit individuellen Bildern versehen. Einige Bilder der wichtigsten Anwendungen sind bereits ab Werk verfügbar. Wir können allerdings auch eigene Motive hochladen und verwenden.

Die Tasten selbst lassen sich mit den unterschiedlichsten Funktionen belegen. So können wir sie beispielsweise als Medientasten nutzen, auf Knopfdruck bestimmte Programme ausführen oder eine direkte Verbindung mit OBS Studio herstellen. Makros lassen sich in der Software ebenfalls erstellen und abspeichern. Und auf dem DisplayPad können wir sogar wichtige Systeminformationen wie die CPU-Auslastung oder die Uhrzeit anzeigen lassen.



Grundsätzlich sind sich die beiden Module in ihrer Funktionsweise sehr ähnlich. Das DisplayPad sieht natürlich ein wenig schicker aus und bietet den großen Vorteil, dass man auf den ersten Blick erkennen kann, welche Taste zu welcher Funktion gehört. Die Darstellungen sind schön scharf und lassen sich auch gut erkennen, wenn man seitlich auf das Modul blickt.

Dieser Komfortgewinn hat jedoch seinen Preis. Während das MacroPad ab 59,99 Euro im Handel erhältlich ist, kostet das DisplayPad 109,99 Euro. Das MacroPad dürfte die bessere Wahl für Gamer sein, die einfach nur ein paar zusätzliche Makro- oder Medientasten für den Alltag benötigen. Das DisplayPad sehen wir hingegen eher bei Content-Creatorn im Einsatz. So oder so geben beide Module ein gutes Gesamtbild ab.

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