Wegen Verletzung der Privatsphäre: Sammelklage könnte Google fünf Milliarden Dollar kosten

Einige Internetuser aus den USA werfen dem Suchmaschinenriesen vor, die Privatsphäre-Einstellungen zu missachten. Die am Dienstag eingereichte Sammelklage könnte Google mehrere Milliarden US-Dollar kosten.


Bild: unsplash

„Millionen von Nutzern“ geben in der Klageschrift an, dass sie sich von Google ausspioniert fühlen und fordern in der Sammelklage mindestens 5.000 US-Dollar Schadensersatz pro Person. Insgesamt gesehen könnte dadurch ein Volumen in Höhe von fünf Milliarden US-Dollar entstehen.

Der Vorwurf lautet, dass Google Daten über Analytics, Ad Manager und weitere Plugins sammelt, obwohl die Nutzer im Inkognito-Modus surfen und ihre Einstellungen auf „privat“ gestellt haben. Dadurch würde der Suchmaschinenriese im Geheimen „jeden Amerikaner“ mit einem PC oder Smartphone ausspionieren, was gegen die Abhörschutzgesetze des Landes und die kalifornischen Datenschutzgesetze verstoße. Google könne auf Basis der Daten Rückschlüsse auf Freunde und Hobbys, aber auch auf die „intimsten und potenziell peinlichen Dinge“ der Nutzer schließen, wie aus der Klageschrift hervorgeht.

Der Konzern weist die Vorwürfe zurück. „Wir geben jedes Mal klar an, wenn man eine neue Inkognito-Registerkarte öffnet, dass Websites möglicherweise über die Browser-Aktivitäten Informationen sammeln“, sagt Google-Sprecher Jose Castaneda. Man werde entschieden gegen die Vorwürfe vorgehen, fügte er hinzu.

Quelle: Reuters

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