Wegen Überhitzung: Anwohner müssen Verteilerkasten mit Sonnenschirm kühlen

Große Hitze kann unter Umständen zu Internetausfällen führen. Das mussten die Bewohner der Gemeinde Liederbach nun am eigenen Leib erfahren. Doch sie wussten sich zu helfen – mit einem Sonnenschirm.


Symbolbild: Unsplash

Hitzewellen mit Temperaturen jenseits der 30 Grad mögen vielleicht zu Badeausflügen einladen, bringen aber auch die ein oder andere Gefahr mit sich. Es drohen Ernteausfälle, Waldbrände und – wie ein aktuelles Beispiel zeigt – Internetausfälle. Seit Mai hatten die Bewohner der hessischen Gemeinde Liederbach immer wieder mit Verbindungsproblemen zu kämpfen. Und zwar immer dann, wenn die Sonne am Himmel schien und es draußen besonders warm war.

Rund 400 Anwohner waren von den Internetausfällen betroffen. Als einem davon eines Tages ein lautes Brummen auffiel, war der Schuldige schließlich gefunden: ein Verteilerkasten der Telekom. Das Kühlsystem konnte die steigenden Temperaturen nicht mehr ausgleichen, woraufhin die Technik im Inneren des Verteilerkastens überhitze.

Wartezeit mit Sonnenschirm überbrückt

Während die Anwohner auf das Eintreffen eines Technikers warteten, was, wie golem berichtet, beinahe drei Wochen dauerte, improvisierten sie einfach. Letztlich musste nur für ein schattiges Plätzchen gesorgt werden. „Wenn ich meinen Sonnenschirm darüber aufspannte, war die Verbindung zum Netz plötzlich wieder da“, wird eine der Anwohnerinnen von der Bild-Zeitung zitiert.

Mittlerweile hat sich das Problem glücklicherweise erledigt. Die Telekom gab bekannt, die Anordnung der Baugruppen im Inneren des Verteilerkastens geändert und einen weiteren Ventilator eingebaut zu haben. So kann die Gemeinde auch an heißen Sommertagen auf eine voll funktionsfähige Internetleitung zugreifen. Habt ihr schon einmal ähnliche Erfahrungen machen müssen? Lasst es uns gerne in den Kommentaren wissen.

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