Project Loon in Kenia: Wenn das Internet über riesige Ballons übertragen wird

Googles Mutterkonzern Alphabet verfolgt seit 2011 das „Project Loon“. Dabei wird die Internetverfügbarkeit mithilfe riesiger Ballons gewährleistet, die Kilometerweit über der Erde schweben. Schon bald soll das Projekt auch in Kenia zum Einsatz kommen.


Bild: Loon

Die Ballons schweben in einer Höhe von 29 Kilometern über der Erde und sind mit der notwendigen Hardware ausgestattet. Neben den Netzverteilern sind auch Solarzellen mit an Bord, welche die komplette Konstruktion mit Strom versorgen. Ein einzelner Ballon soll ausreichen, um ein Gebiet mit einem Durchmesser von rund 40 Kilometern abdecken zu können.

In den kommenden Wochen soll der Dienst in Kenia zum Einsatz kommen und dort Regionen überfliegen, die bislang noch nicht oder nur kaum ans Internet angebunden sind. Gestartet werden die Ballons allerdings in den USA. Von dort werden sie von einer lernfähigen Software bis nach Ostafrika gesteuert. Einen eigenen Antrieb haben die Ballons aber nicht. Stattdessen bewegen sie sich fort, indem sie zwischen den verschiedenen Luftschichten hin und her wechselt.



Es ist nicht der erste Langstreckenflug für die Ballons. Im Jahr 2017 wurde Project Loon bereits dafür genutzt, um ein Überschwemmungsgebiet in Peru zu unterstützen. Dort konnte man knapp 40.000 Quadratkilometer mit dem Internet aus der Luft abdecken, was in etwa der Fläche der gesamten Schweiz entspricht. In Kenia handelt es sich nun aber nicht um einen Katastrophenfall, sondern um die erste kommerzielle Nutzung der Ballons.

Quelle: loon

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