OMEN by HP: X 25 und X 27 im Vergleichstest

Im Detail verschieden: wir haben uns den OMEN X 27 und den etwas kleineren OMEN X 25 mal genauer angesehen. Wie sich herausgestellt hat, unterscheiden sich die Monitore nicht nur in ihrer Größe…



OMEN X 25OMEN X 27
Größe24,5 Zoll27 Zoll
Auflösung1.920 x 1.080 Pixel2.540 x 1.440 Pixel
Bildwiederholrate240 Hertz240 Hertz
PanelTN (entspiegelt)TN (entspiegelt)
Helligkeit400 cd/m²400 cd/m²
FeaturesG-SyncFree-Sync-2 ; HDR
PreisAb 499 EuroAb 599 Euro

– OMEN X 25 Test – OMEN X 27 Test –

Design & Verarbeitung: Nur auf den ersten Blick identisch

Schon beim Auspacken macht sich ein erster Unterschied bemerkbar. Während der OMEN X 25 bereits vollkommen zusammengebaut geliefert wird, muss man den Standfuß des OMEN X 27 noch eigenhändig am Bildschirm befestigen. Dank simpler Klick-Mechanik ist aber auch das mit wenigen Handgriffen erledigt.

Ansonsten ist der Lieferumfang gleich: im Karton befindet sich noch ein HDMI-Kabel, ein DisplayPort-Kabel, ein USB-Kabel und natürlich das Netzteil. Platziert man die Monitore direkt nebeneinander auf dem Schreibtisch, springt einem als erstes der Größenunterschied ins Auge. Wie die Namen es bereits andeuten, handelt es sich einmal um ein 25-Zoll und einmal um ein 27-Zoll großes Modell. Das ergibt einen Größenunterschied von etwa 6 Zentimetern in der Bildschirmdiagonale.

Beide Monitore sind ordentlich verarbeitet. Es sind keine unregelmäßigen Spaltmaße zu erkennen und der massive Metall-Standfuß bietet einen sehr stabilen Halt auf dem Schreibtisch, ragt dafür aber ungewohnt weit nach vorne. Die oberen und seitlichen Bildschirmränder sind erfreulich schmal. Lediglich die unteren Ränder sind in beiden Fällen breiter gehalten – bei dem OMEN X 27 noch etwas breiter als bei dem OMEN X 25.



Auf der Oberseite des Standfußes ist deutlich das Logo der Herstellers zu sehen. In Kombination mit den LEDs, die von oben auf das Logo herabstrahlen, sieht das tatsächlich ziemlich cool aus. Die Beleuchtung lässt sich im Menü anpassen und auf Wunsch auch komplett ausschalten.

Die Navigation durch das Menü verläuft bei beiden Monitoren unterschiedlich. Der OMEN X 27 besitzt auf der Rückseite einige schmale Buttons welche recht dicht beieinander platziert sind und welche sich im Alltag teilweise nur recht schwer auseinanderhalten lassen. Bei dem OMEN X 25 setzt HP hingegen auf einen praktischen Joystick, der uns in unseren Tests schon deutlich besser gefallen hat.

Zwischenfazit: Die Montage ist in beiden Fällen kinderleicht. In Punkto Verarbeitung und Optik können uns ebenfalls beide Modelle überzeugen, was wohl primär daran liegt, dass sie größtenteils identisch aussehen. Schade finden wir, dass sich HP beim OMEN X 27 gegen den praktischen Joystick zur Navigation entschieden hat.



Anschlussmöglichkeiten

Bei beiden Monitoren werden die entsprechenden Kabel von unten angeschlossen. Es gibt jeweils einen HDMI-Eingang (HDMI-Version: 1.4), einen DisplayPort-Eingang (DisplayPort-Version: 1.2), eine 3,5-mm-Audio-Klinke und zwei USB-A-Ports. Die Kabel lassen sich durch eine am Standfuß angebrachte Aussparung nach hinten wegführen. Außerdem kann die Spitze des Ständers als Headset-Halter genutzt werden. Ein nettes Feature, welches uns im Test aber nicht komplett überzeugen konnte, da man hierfür immer wieder hinter den Bildschirm greifen muss, um sein Headset hervorzuholen.

Das Bild: Spürbar schärfer

Der OMEN X 25 hat nicht nur die kleinere Bildfläche, sondern auch die geringere Auflösung. Statt mit 2.560 x 1.440 Pixeln (QHD) löst er mit 1.920 x 1.080 Bildpunkten auf (Full-HD) – und dies macht sich in der Praxis auch bemerkbar.

Betrachtet man lediglich den OMEN X 25, so wirkt das Bild eigentlich scharf. Doch sobald man seinen größeren Bruder direkt daneben platziert, macht sich die unterschiedliche Auflösung deutlich bemerkbar. Der OMEN X 27 kann die Inhalte nochmals schärfer darstellen, wodurch das Bild im Ganzen einfach ein Stück hochwertiger wirkt.

Grundsätzlich wissen aber beide Modelle zu überzeugen. Die Farben werden natürlich dargestellt und können in den Einstellungen problemlos nach eigenen Vorstellung angepasst werden. Auch die Helligkeit von 400 cd/m² geht absolut in Ordnung. Kleine Schwächen zeigten sich beim Kontrast, beziehungsweise den Schwarzwerten. Dunkle, fast schwarze Flächen wirkten zum Teil ein wenig gräulich-verwaschen. Auch die HDR-Funktion des OMEN X 27 konnte dahingehend keine Abhilfe schaffen.



Die Blickwinkelstabilität ist zufriedenstellend, bei einer stark seitlichen Betrachtung gehen aber leider einige Details verloren. Bei lokalen Koop-Games (gibt es die überhaupt noch?) wird man dementsprechend leichte Kompromisse eingehen müssen.

Pixelfehler haben wir glücklicherweise keine finden können. Eine Auffälligkeit hatte der OMEN X 27 allerdings noch zu bieten. Schwarzer Text auf weißem Hintergrund zog beim Scrollen einen deutlich wahrnehmbaren grünen „Schatten“ hinterher. Ein Phänomen, welches man bei vielen Monitoren beobachten kann, bei unserem Testmodell aber überdurchschnittlich stark ausgeprägt ist. Auch eine Umstellung der Reaktionszeit brachte keine Besserung.

Zwischenfazit: Beide Monitore liefern schöne Farben, schwächeln aber ein wenig beim Kontrast. Das Bild des OMEN X 27 wirkt aufgrund der höheren Auflösung spürbar schärfer.

Flotte Bildwiederholrate / Limitierte Ergonomie

Sowohl der OMEN X 25 als auch der OMEN X 27 bieten eine Bildwiederholfrequenz von 240 Hertz – können theoretisch also bis zu 240 Bilder pro Sekunde darstellen. Besonders in hektischen Spielsituationen, beispielsweise bei schnellen Shootern wie Overwatch oder Counter-Strike: Global Offensive, kommt das den Spielern zugute.

Aber auch hier noch einmal der Hinweis: wer die gebotene Bildwiederholrate ausreizen möchte, benötigt auch eine leistungsfähige Hardware. Flüssige 240 FPS können selbst in grafisch eher weniger anspruchsvollen Spielen eine echte Herausforderung werden – vor allem bei der QHD-Auflösung des OMEN X 27. Außerdem lassen sich dort die vollen 240 Hertz nur über DisplayPort erreichen. Der OMEN X 25 bringt eine vollständige G-Sync-Unterstützung mit. Sein großer Bruder setzt hingegen auf FreeSync (2). Im Praxistest konnten beide Monitore mit einer flüssigen Darstellung ohne Schlierenbildung punkten.

Beide Monitore lassen sich in der Höhe verstellen und ein wenig nach vorne und hinten schwenken. Eine seitliche Neigung ist nicht vorgesehen. Eine VESA-Montage ist theoretisch möglich und eine passende Wandhalterung liegt den Monitoren bereits bei.

Fazit

Für reine Gamer können wir sowohl den OMEN X 25 als auch den OMEN X 27 bedenkenlos empfehlen. Letztgenannter ist zwar etwas teurer, hat dafür aber noch eine größere Bildfläche und eine höhere Auflösung zu bieten, was sich im Alltag auch positiv bemerkbar macht. Ansonsten unterscheiden sich die beiden Modellen eher in den Details.

Beide Monitore profitieren von der enormen Bildwiederholrate von 240 Hertz. In den Spielen, in denen man diese auch ausreizen kann, wird man als Spieler mit einer extrem flüssigen Bilddarstellung belohnt.

Übrigens: Wer den OMEN X 25 gut findet, theoretisch aber auch auf G-Sync verzichten kann, bekommt mit dem OMEN X25f eine knapp 130 Euro günstigere Alternative!

OMEN X 25OMEN X 27
+ Schönes Design & gute Verarbeitung+ Schönes Design & gute Verarbeitung
+ Intuitiver Joystick zur Navigation+ Hohe Auflösung
+ Flotte Bildwiederholrate+ Flotte Bildwiederholrate
+ Schnelle Reaktionszeit+ Schnelle Reaktionszeit
+ Schöne Farben+ Schöne Farben
○ G-Sync-Unterstützung+ HDR-Unterstützung
Geringere Auflösung ○ Free-Sync-2
Schwacher Kontrast Schwacher Kontrast
Limitierte Ergonomie Limitierte Ergonomie
Schlierenbildung bei Texten

Wer hier allerdings einen Alleskönner erwartet, der nicht nur in Spielen, sondern auch bei den täglichen Office-Aufgaben eine exzellente Figur abgibt, der könnte etwas enttäuscht sein. Zum einen lassen sich die Monitore nicht schwenken oder zu den Seiten hin neigen. Zum anderen kann der grüne Schleier (X 27), der beim schnellen Scrollen eines Textes entsteht, auf Dauer wirklich nervig sein. Im Gaming-Bereich wissen sie aber definitiv zu überzeugen!

– OMEN X 25 Test – OMEN X 27 Test –

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Martin KobanRolf BrinkhusMarcel SchöttleDennisSimeon Recent comment authors
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Martin Koban
Martin Koban

Ich würde mich über den X27 freuen, da ich sowieso auf eine höhere Auflösung wechseln wollte. Die entsprechende AMD Karte hab ich schon, außerdem würde der Monitor mit Material aus meiner GoPro gefüttert werden und für Office Anwendungen genutzt werden.

Rolf Brinkhus
Rolf Brinkhus

würde ich sehr gerne probieren!

Marcel Schöttle
Marcel Schöttle

Ich würde mich sehr freuen einen der beiden Monitore zu testen, Zocke momentan auf ein TV Gerät und würde gern das Erlebnis zu haben mal auf einen richtigen Monitor zu Zocken um einen vergleich zu haben.

Dennis
Dennis

Ich würde mich sehr freuen um den Omen x25 oder x27 zur testen und ein Bericht zur fertigen drücke den anderen Teilnehmer die Daumen 👍

Simeon
Simeon

Hallo ich würde auch gerne den OMEN X 27 testen – einerseits fürs Gaming und andererseits auch fürs Home-Office 🙂
Wäre demnach auch gerne im Lostopf 🙂

Matze
Matze

Hallo Chris,
überlässt du die beiden OMEN-Displays(x25 und x27) auch an „glückliche Kommentierer“?
Wenn JA, dann möchte ich mich hiermit auch in den Lostopf schubsen 😉

Dankeschön

Viele Grüße

PS: schickes Light-Setup (also was man auf den Bildern so sieht)

Caro
Caro

Huhu. Nur allzu gerne würde ich den Omen x 27 testen. Mich interessiert, wie sich der Monitor zum einen beim Spielen oder auch beim Schreiben so macht. Dann hüpfe ich mal in den Lostopf, um dabei zu sein.