Die Angst von Autofahrern, dass die Reichweite eines Elektroautos nicht ausreichend sei, ist in Deutschland derart präsent, dass sogar ein eigener Begriff dafür geschaffen wurde: Reichweitenangst. Doch mit diesem Elektroauto würden selbst die größten Skeptiker sorgenfrei von A nach B kommen.


Das studentische Auto “muc022” dreht seine Runden durch einen Flugzeughangar (Bild: Viktoriya Zayika / MCube)

Zugegeben: alltagstauglich ist das Fahrzeug nicht. Die Leistung kann sich dennoch sehen lassen. Einem Team der Technischen Universität München ist es gelungen, ein Elektroauto zu entwerfen, welches mit nur einer einzigen Akkuladung 2.573,79 Kilometer zurücklegen konnte.

Für den neuen Weltrekord – der vorherige lag bei rund 1.608 Kilometern – wurde eine Fahrtzeit von etwa 99 Stunden benötigt. Gefahren und zwischenzeitlich geschlafen wurde in einem leeren Flughafenhangar in München. “Mit dem Weltrekord beweisen unsere Studentinnen und Studenten nicht nur sportlichen Ehrgeiz. Dahinter steckt mehr: Sie wollen die Zukunft der Mobilität nachhaltig gestalten”, so Wissenschaftsminister Markus Blume.


Hier feiern sie ihren Erfolg auf dem Münchner Marienplatz im Zuge der IAA Mobility 2023 (Bild: Viktoriya Zayika / MCube)

Für die Rekordfahrt mussten die Studentinnen und Studenten mehrere Faktoren beachten. Neben einem großen Akku mit einer Leistung von 15,5 Kilowattstunden benötigte man auch ein möglichst aerodynamisches Design mit einem Widerstandswert von 0,159 (cW) und ein geringes Fahrzeuggewicht von gerade einmal 170 Kilogramm. Am Ende verzeichnete das Fahrzeug einen Verbrauch von 0,6 Kilowattstunden auf 100 Kilometer. Zum Vergleich: extrem sparsame Serienfahrzeuge verbrauchen rund 13 kWh auf 100 Kilometer.

Quelle: TUM

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