Netflix: Zusatzgebühr für geteilte Konten zeichnet sich ab

Netflix-Nutzern stehen einige große Änderungen bevor. Nicht nur, dass im November erstmals ein webefinanziertes Abonnement an den Start geht. Der Streaming-Anbieter bereitet auch noch die Einführung einer Zusatzgebühr für geteilte Konten vor.


Bild: Pexels (cottonbro)

Netflix bietet seinen Nutzern künftig die Möglichkeit, ein Profiltransfer durchzuführen. Dabei wird ein komplettes Profil eines Kontos auf ein anderes übertragen. Inklusive aller personalisierter Empfehlungen, gespeicherten Spielen, dem Titelverlauf, „Meine Liste“ sowie allen anderen vorgenommenen Einstellungen. „Menschen ziehen um, Familien wachsen, Beziehungen enden. Doch trotz dieser Veränderungen im Leben sollte Ihr Netflix-Erlebnis dasselbe bleiben“, heißt es in der Ankündigung.

Die neue Funktion soll ab sofort für alle Mitglieder weltweit verfügbar sein. Um ein Profil zu übertragen, muss man mit dem Mauszeiger über das Profilsymbol im Dropdown-Menü auf der Startseite fahren und dort die Option „Profiltransfer durchführen“ auswählen. Anschließend einfach den gezeigten Anweisungen folgen. Alle Nutzer sollen nochmals per E-Mail benachrichtigt werden, sobald der Profiltransfer verfügbar ist.


Bild: Netflix

Was zunächst nur nach einem praktischen Komfort-Feature aussieht, könnte aber noch einen anderen Hintergrund haben. In einigen Ländern gibt es diesen Profiltransfer nämlich schon. Und zwar in den Ländern, in denen im März dieses Jahres auch schon eine Zusatzgebühr für geteilte Konten eingeführt wurde.

Der Streaming-Anbieter will verhindern, dass ein Konto mit Personen außerhalb des eigentlichen Haushaltes geteilt wird. Entsprechende Nutzer werden dann vor die Wahl gestellt: entweder man bezahlt eine Zusatzgebühr und darf quasi weitermachen wie zuvor, oder man besorgt sich einen eigenen Account. Und genau an dieser Stelle kommen dann die praktischen Features des Profiltransfers zum tragen. Noch hat sich Netflix nicht offiziell dazu geäußert, ob es künftig auch in Deutschland solche Zusatzgebühren geben soll – es erscheint jedoch denkbar.

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EYWE
EYWE
1 Monat her

Was soll das denn man bezahlt doch dafür.. Bzw. Hat man ja je nachdem wählen können wie viele Geräte man nutzt…

Körber Mike
Körber Mike
1 Monat her

Netflix hat mir schon solche Nachrichten geschickt. Wenn meine Kinder schauen kann ich nicht schauen,soll dann ein Abo Upgrade machen.

LIXIC
LIXIC
1 Monat her
Reply to  Körber Mike

Bei uns geht das gut, wir können alle gleichzeitig schauen mit dem Familienaccount.
Aber was ist mit Urlaub, Studienaufenthalten, Zweiwohnsitz, etc. wenn man Accounts nicht mehr teilen darf, wer will das kontrollieren.