Netflix: Streaming-Anbieter bestätigt die Einführung eines werbefinanzierten Abos

Bislang waren es nur Gerüchte und Vermutungen. Jetzt ist es offiziell: Netflix plant die Einführung eines werbefinanzierten Abonnements. Das gab Ted Sarandos, Co-CEO von Netflix, im Rahmen des Werbe-Festivals Cannes Lions bekannt.


Bild: Netflix

Netflix steckt in einer waschechten Krise. Die Zeiten ständig wachsender Nutzerzahlen sind vorüber und das Unternehmen sucht nun nach neuen Möglichkeiten, um die Nutzer bei Laune zu halten. Eine dieser Möglichkeiten ist die Einführung eines neuen Tarifs.

Der Tarif soll günstiger werden als das gewöhnliche Abonnement. Im Gegenzug wird es dann aber irgendeine Form von Werbeeinblendungen geben. Einen ähnlichen Schritt wagt auch Konkurrent Disney+. Dort steht sogar schon fest, wie viel Werbung ausgestrahlt werden soll.

Netflix erhofft sich von diesem Schritt, neue Kunden zu erreichen, denen das bisherige Abo-Modell schlicht zu teuer war. „Wir haben ein großes Kundensegment vom Tisch gelassen, nämlich die Leute, die sagen: Hey, Netflix ist mir zu teuer und ich habe nichts gegen Werbung. Leute die sagen: Hey, ich will einen niedrigeren Preis und ich werde Werbung sehen“, wird Sarandos von der Fachzeitschrift The Hollywood Reporter zitiert. Im gleichen Atemzug betont er, dass die normalen Tarife nicht von den Änderungen betroffen sein werden. Wer den regulären Preis bezahlt, der wird auch weiterhin keine Werbung zu Gesicht bekommen.



Kündigungswellen bei Netflix

Dass die derzeitige Situation bei Netflix alles andere als optimal läuft, äußert sich nicht nur in Form von sinkenden Nutzerzahlen, sondern auch durch großflächige Entlassungen. Im vergangenen Monat erst mussten 150 Mitarbeiter ihren Posten abgeben. Nun wurden 300 weitere Kündigungen bekannt, was in etwa vier Prozent der gesamten Belegschaft entspricht.

Übrigens: um den Umsatz anzukurbeln, möchte Netflix zudem Extragebühren für geteilte Konten einführen. Damit wird Account-Sharing endlich legal – gegen einen gewissen Aufpreis.

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