Disney+: So viel Werbung soll beim günstigeren Abo eingeblendet werden

Anfang März verkündete Disney, dass man dem hauseigenen Streaming-Dienst einen werbefinanzierten und im Gegenzug günstigeren Tarif spendieren wolle. Jetzt gibt es neue Informationen zum Umfang der Werbeeinblendungen.


Photo by Mika Baumeister on Unsplash

Im Laufe des kommenden Jahres soll bei Disney+ ein neuer Tarif eingeführt werden. Ein günstigerer Tarif, der sich zum Teil durch Webeeinblendungen finanziert. Wie viel die Kunden beim Abschluss eines solchen Tarifs sparen können, ist noch nicht bekannt. Dafür wissen wir nun aber, wie viele Werbung man zu Gesicht bekommt.

Wie Disney gegenüber dem Wall Street Journal bestätigt hat, wird es insgesamt vier Minuten Werbung pro Stunde geben. Damit befindet sich der Streaming-Dienst auf einem Level mit HBO Max. In den USA wolle man das Werbe-Abo noch Ende 2022 einführen. Der Rest der Welt folgt dann irgendwann 2023.

Familienfreundliche Werbung

Grundsätzlich sei Disney darauf bedacht, die Anzeigen streng zu überwachen. So soll es weder Werbung für Alkohol noch zu politischen Themen geben. Wenig überraschend sollen auch Konkurrenzprodukte außen vor bleiben. Einzige Ausnahme sei das Programm für Vorschulkinder. Dort ist Disney zufolge nämlich überhaupt keine Werbung geplant.

Disney+ hat ein beeindruckendes Wachstum zu verzeichnen. Ursprünglich wollte man bis zum Jahr 2024 rund 90 Millionen zahlende Kunden erreichen. Aktuell sind es schon mehr als 130 Millionen. Die Einführung eines werbefinanzierten Abonnements soll das Wachstum weiter hoch halten.

Übrigens: Netflix arbeitet ebenfalls an einem werbefinanzierten Abo. Dieses könnte noch in diesem Jahr eingeführt werden.

Bei den Nutzern brachte die Ankündigung allerdings nicht nur positive Reaktionen hervor. Für viele Personen scheint es keine Alternative zu sein, für einen Dienst zu zahlen und trotzdem noch Werbung zu sehen. Auch wenn sich dadurch der ein oder andere Euro sparen lässt. Es bleibt also abzuwarten, ob der Tarif wirklich den erwünschten Erfolg bringt.

Via: Wall Street Journal

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