Nach Brand in Essen: Erster Einsatz von Roboterhund „Herbie“

In Essen kam es zu einem Großbrand in einem Wohnkomplex. Knapp 24 Stunden waren die Einsatzkräfte damit beschäftigt, die Flammen unter Kontrolle zu bringen. Nun soll der Roboterhund „Herbie“ bei der Aufklärung helfen.


Bild: Polizei NRW

Das Feuer hatte sich über den kompletten Wohnkomplex ausgebreitet und dabei 35 Wohnungen zerstört. Quasi über Nacht verloren 128 Menschen ihr Zuhause. Lebensbedrohliche Verletzungen oder gar Todesfälle gab es glücklicherweise nicht. Nun beschäftigt sich die Polizei mit dem Fall, um zu untersuchen, wie es zu einem derart verheerenden Brand kommen konnte. Weil das Gebäude stark einsturzgefährdet ist, erweisen sich die Untersuchungen jedoch als kompliziert.

Aus diesem Grund hat sich die Polizei NRW dazu entschieden, erstmals die Hilfe des Roboterhundes namens „Herbie“ zu beanspruchen. Dabei handelt es sich um eine Variante des weltweit bekannten Modells „Spot“ von Boston Dynamics. Vor knapp einem Monat wurde der Roboterhund offiziell in das Team mit aufgenommen. Zum Einsatz kam er bislang aber noch nicht.



Zu gefährlich für Menschen

„Der Roboter geht dahin, wo es für den Menschen zu gefährlich ist“, sagte der stellvertretende Projektleiter Dominic Reese (LZPD NRW) noch kurz vor dem Einsatz. Ausgestattet mit diversen Kameras und Sensoren betrat „Herbie“ daraufhin die Ruinen, um die Einsatzkräfte vor Ort mit Bildmaterial aus dem Inneren zu versorgen. Gesteuert wurde er per Controller, ähnlich wie bei einer Spielekonsole. Robotik Experten überwachten das Vorgehen.

Eine Akkuladung ist ausreichend, um „Herbie“ 90 Minuten lang mit Strom zu versorgen. Mit unwegsamem Gelände kommt er zudem bestens zurecht. Treppen oder sonstige Hindernisse stellen für den Roboterhund kein Problem dar. Und sollte er doch einmal das Gleichgewicht verlieren und umkippen, so kann er sich eigenständig wieder aufrichten. Rund 60.000 Euro hat die Anschaffung des Roboterhundes gekostet.

Quelle: Polizei NRW

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