Rund um die bevorstehende Mega-Fusion von Netflix und Warner Bros. sind Informationen zu den zukünftigen Plänen für Kino-Releases aufgetaucht. Und die dürften eingefleischten Liebhabern der großen Leinwand nicht gefallen. Alles dazu haben wir dir hier zusammengestellt.

Sollte das US-amerikanische Kartellamt dem roten Streaming-Giganten keinen Strich durch den 83 Milliarden Dollar-Deal machen, könnte sich die exklusive Laufzeit von Kinofilmen drastisch verringern. Laut Insidern plant Netflix offenbar mit einem lediglich 17-tägigen exklusiven Zeitfenster für neue Filme, bevor diese im Streaming-Angebot landen sollen. Aktuell üblich sind etwa 45 Tage.
Netflix Co-CEO Ted Sarandos äußert sich öffentlich dagegen anders. Man wolle Filme aus dem Hause Warner weiterhin über einen branchenüblichen Zeitraum exklusiv im Kino zeigen. Wie lange genau das seiner Vorstellung nach sein soll, behielt er für sich.
Sollte Netflix den exklusiven Kinostart tatsächlich auf 2,5 Wochen verkürzen, wäre die Sorge der Kinoketten um ihre Umsätze durchaus nachvollziehbar. Viele potenzielle Kinobesucherinnen und Kinobesucher könnten sich entscheiden, diese vergleichsweise kurze Zeit abzuwarten und neue Filme wenig später bequem in den eigenen vier Wänden zu streamen. Dem steht jedoch entgegen, dass die meisten Filme den Großteil ihrer Einnahmen bereits in den ersten zwei Wochen nach Kinostart erzielen.
Eine mögliche Verkürzung dürfte vor allem darauf abzielen, Zuschauerinnen und Zuschauer früher und verstärkt an den eigenen Streamingdienst Netflix zu binden. Neben den Kinoketten dürfte dies allerdings auch einigen Stars der Filmindustrie missfallen, die ihren Vertrag bei Warner unterzeichnet haben. So gilt etwa Christopher Nolan (The Dark Knight, Interstellar) als Hardliner bezüglich exklusiver Kinostarts seiner Filme.
Neben einem breiten Film-und Serienportfolio würde Netflix bei einer Übernahme auch über HBO Max verfügen. Warners Streamingdienst kommt am 13. Januar nach Europa, auch nach Deutschland. Ob Netflix nach einer Übernahme tatsächlich zwei parallele Streaming-Dienste unterhalten möchte, bleibt abzuwarten. Zuletzt war Paramount an einem Gegenangebot für die Übernahme gescheitert.
Wie stehst du zur möglichen Beschränkung der Kinozeit? Gehst du überhaupt noch ins Kino? Ab in die Kommentare!
Quelle: Golem

