Huawei Mate 30: Smartphone erscheint ohne Google-Apps. Start in Deutschland ungewiss

Jetzt ist es offiziell: Das Huawei Mate 30 (Pro) wird ohne Google-Apps auf den Markt kommen. Ob und wann das Smartphone auch in Deutschland erscheint, ist aber weiterhin ungewiss.



Am Donnerstag Nachmittag hat Huawei in München ihr neues Flaggschiff präsentiert. Die wichtigsten Informationen scheint der chinesische Hersteller allerdings „vergessen“ zu haben: Wann erscheint es? Und wo?

Das vielleicht beste Smartphone der Welt

Zumindest über die technische Ausstattung haben wir einiges erfahren können. Wie zu erwarten, möchte Huawei mit dem Mate 30 (Pro) ganz Oben mitspielen. Rein nach dem Datenblatt her, könnte es das beste Smartphone werden, dass der Markt derzeit zu bieten hat.

Im Inneren arbeitet ein Kirin 990, der momentan schnellste Mobile-Chip aus Huaweis hauseigener Fertigung. Wahlweise verfügt dieser auch über ein integriertes 5G-Modem, mit dem Spitzengeschwindigkeit von bis zu 2,3 GBit/s möglich sind.

Auf der Rückseite des Smartphones sitzen drei Kameras, bei der Pro-Variante sind es sogar gleich vier Sensoren. Besonders bei schlechten Lichtverhältnissen sollen damit hervorragende Aufnahmen möglich sein. Auf der Bühne zeigte man ein beeindruckendes Nachtbild einer Berglandschaft. Auf dem Vergleichsbild, geschossen mit einem Samsung Galaxy Note 10+, waren hingegen nur die schwarzen Umrisse zu sehen. Ob der Unterschied in der Praxis wirklich so stark ausfällt, bleibt abzuwarten.



Die Akkukapazität des Mate 30 beträgt 4.200 mAh. Der Akku des Mate 30 Pro umfasst sogar 4.500 mAh. Geladen werden die Geräte mit bis zu 40 Watt (Kabel), beziehungsweise 27 Watt (kabellos). Reverse-Wireless-Charging ist ebenfalls wieder mit von der Partie.

Horizon Display

Der IPS-Bildschirm des Mate 30 misst 6,62-Zoll und löst mit 2.340×1.080 Pixeln auf. Beim Mate 30 Pro kommt hingegen ein 6,53-Zoll großes OLED-Panel mit einer Auflösung von 2.400×1.1176 Bildpunkten zum Einsatz. Beide Displays decken den DCI-P3-Farbraum komplett ab und unterstützen darüber hinaus auch Stifteingaben mit Huaweis M-Pen. Die Krümmung des Displays, stolze 88 Grad, sorgt für einen außergewöhnlichen Look. Seitentasten gibt es dafür aber keine mehr. Stattdessen wird die Lautstärke mittels Touch-Funktion reguliert. Nutzer können dabei selbst entscheiden, ob sie diese Funktion lieber auf der rechten oder linken Seite haben möchten.



Auch die Software hat ein paar spannende Neuerungen spendiert bekommen. So sollen beispielsweise vertrauliche Benachrichtigungen auf dem Sperrbildschirm nur angezeigt werden, wenn lediglich autorisierte Personen auf das Display schauen. Außerdem gibt es nun eine echte Gestensteuerung. Mit einer Wisch-Geste über dem Bildschirm kann beispielsweise gescrollt werden.

Auf Google-Apps musste Huawei allerdings verzichten. Zum Zeitpunkt der Vorführung gab es auch noch keine „Komfort-Funktion“, mit denen sich diese ohne großen Aufwand nachinstallieren lassen. Zwar kann man Google Maps & Co. ohne große Mühen aufspielen, doch ohne „Google Play Services“ bekommt man beim Starten der Apps lediglich eine Fehlermeldung angezeigt. Und um die Play Services zu installieren, benötigt man einen Root-Zugriff – und den bietet Huawei derzeit nicht an.

Preise und Verfügbarkeit

Das Huawei Mate 30 wird, mit acht Gigabyte RAM und 128 GByte internen Speicher, für 800 Euro angeboten. Für die Pro-Variante werden hingegen 1.100 Euro fällig. Mit 5G-Modem steigt der Preis sogar auf 1.200 Euro.

Details zum Release gibt es noch keine. Generell ist es fraglich, ob das Smartphone überhaupt offiziell in Deutschland angeboten wird. Auf Grund der fehlenden Google-Apps dürfte das Smartphone auch nicht gerade viele Fans in Deutschland bekommen. Das ist schade, denn eigentlich ist das Mate 30 (Pro) ein echtes Highlight.

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