HP 255 G8 im Test: Ein solider Begleiter für unterwegs

Mit einem Preis ab rund 400 Euro bietet sich das HP 255 G8 als preiswertes Einsteiger-Notebook an. Aber kann es auch im Alltag überzeugen? Wir haben den Test gemacht.



Die wichtigsten Details im Überblick

Größe15,6 Zoll
Auflösung1.920 x 1.080 Pixel
Helligkeit250 cd/m²
ProzessorAMD Ryzen 5 5500U
GrafikAMD Radeon Graphics
Arbeitsspeicher16 GB DDR4
Speicher512 GB SSD
Anschlüsse1x RJ-45, 2x USB-A 3.2 (5 Gbit/s), 1x USB-C 3.2 (5 Gbit/s), 1x HDMI (Version: 1.4b), 1x Kopfhörer/Mikrofon-Kombi-Anschluss, 1x Kartenleser (SD, SDHC, SDXC)
KonnektivitätWi-Fi 6, Bluetooth 5.2
Akku41 Wh
MaßeBreite: 358 mm x Höhe: 19,9 mm x Tiefe/Länge: 242 mm
Gewicht1,7 kg

Design & Verarbeitung

Rein optisch wirkt das HP 255 G8 wie ein typisches Office-Gerät. Das Gehäuse ist auffällig unauffällig, besteht größtenteils aus Kunststoff und kommt in einem matten Silber daher. Großer Vorteil: Fingerabdrücke kommen bei der Farbgebung so gut wie gar nicht zur Geltung. Extravagante Verzierungen oder gar eine RGB-Beleuchtung sucht man vergebens. Mit einer Höhe von gerade einmal zwei Zentimetern ist das Notebook angenehm schmal.

Im aufgeklappten Zustand offenbart sich ein ähnlich schlichtes Design. Die Tastatur, die ein wenig in das Gehäuse eingelassen wurde, ist recht groß und hat an der rechten Seite noch einen zusätzlichen Nummernblock zu bieten. Auf eine Hintergrundbeleuchtung hat HP leider verzichtet. Damit das Touchpad mittig unter der eigentlichen Tastatur sitzt, wurde es ein wenig nach links verschoben.

Auf der Unterseite befinden sich zwei lange Gummistreifen, die sich beinahe über die gesamte Länge ziehen und so für einen sicheren Stand auf dem Schreibtisch sorgen. Insgesamt gesehen macht das Notebook einen guten Eindruck. Natürlich fühlt sich ein Kunststoffgehäuse nicht so wertig an, wie eines aus Aluminium. Doch die Verarbeitung ist gut und das Notebook liegt angenehm in der Hand. Kleine Abzüge gibt es für den dünnen Gehäusedeckel, der sich schon mit etwas Kraftaufwand ein Stück nach hinten biegen lässt. Bei einem gewöhnlichen Nutzungsverhalten dürfte da aber nichts passieren.



Die Anschlussmöglichkeiten

Das HP 255 G8 hat erfreulich viele Anschlussmöglichkeiten zu bieten. Auf der linken Seite warten ein LAN-Anschluss, ein HDMI-Port, ein Kopfhöreranschluss sowie ein USB-C-Port auf uns. Leider ohne Displayport-Unterstützung. Ein zusätzliches Display lässt sich also ausschließlich via HDMI anschließen.



Auf der rechten Seite gibt es noch zwei weitere USB-A-Ports, die beispielsweise dafür genutzt werden können, um eine zusätzliche Maus anzuschließen. Gute Nachrichten für alle Fotografen und Filmemacher: ein integriertes Kartenlesegerät gibt es ebenfalls. Damit dürfte das Notebook eigentlich allen Alltagsanforderungen gerecht werden.



Der erste Eindruck

Das Display des HP 255 G8 hat nicht die allerbesten Farb- und Kontrastwerte zu bieten. Wer regelmäßig zu Bild- und Videobearbeitungsprogramme greifen muss, sollte deshalb besser auf einen externen Monitor setzen. Oder sich direkt nach einem anderen Modell umschauen. Für den alltäglichen Gebrauch ist der entspiegelte Bildschirm aber absolut ausreichend. Solange man sich damit nicht in die pralle Sonne setzt. Sobald man das Notebook mit auf die Terrasse nimmt und direkter Sonneneinstrahlung aussetzt, ist nämlich nicht mehr viel zu erkennen. Dafür reicht die Strahlkraft des Panels einfach nicht aus. Das ist bei Notebooks in dieser Preisklasse jedoch nichts ungewöhnliches.

Die Tastatur macht einen soliden Eindruck. Aufgrund der großen Tasten und einem deutlich spürbaren Tastenanschlag geht das Schreiben gut von der Hand. Die Lautstärke hält sich währenddessen in Grenzen. Im Büro muss sich niemand durch besonders laute Tippgeräusche gestört fühlen. Das Touchpad erledigt seinen Job ebenfalls vorbildlich. Es reagiert Präzise auf alle Eingaben und hatte während unseres Tests auch keinerlei Ausfallerscheinungen.



Grundsätzlich schnurren die verbauten Lüfter leise vor sich hin. Sollte das Notebook allerdings rechenintensive Aufgaben bewältigen müssen, die über einfache Office-Tätigkeiten hinausgehen, drehen sie gerne Mal auf und sind dann nicht mehr zu überhören. Die Wärmeentwicklung bewegt sich dabei in einem unbedenklichen Rahmen. Die Lautsprecher schneiden nicht einmal für Notebook-Verhältnisse besonders gut ab. Für Filme und Serien sind sie noch irgendwie ausreichend, doch Musik will man damit garantiert nicht hören. Der Klang ist insgesamt sehr blechern und die Lautsprecher übersteuern recht schnell. Die Akkulaufzeit variiert je nach Nutzung und liegt in den meisten Fällen irgendwo zwischen sechs und neun Stunden.

Die Performance

Die gute Nachricht vorweg: alltägliche Anwendungen stellen kein Problem für das HP 255 G8 dar. Die tatsächliche Leistung hängt jedoch stark von der jeweiligen Ausstattungsvariante ab. Im Handel sind diverse Modelle erhältlich und ihr solltet unbedingt darauf achten, eines mit einem „Zen 2“-Prozessor zu erwischen. Beispielsweise mit einem AMD Ryzen 5 5500U. Er kommt nicht so schnell an seine Grenzen und schreckt auch vor rechenintensiven Aufgaben nicht zurück. Einen „Zen+“-Prozessor wie den AMD Ryzen 3 3250U können wir euch nicht empfehlen, da er nahezu keine Leistungsreserven mehr besitzt und es immer wieder zu langen Ladezeiten kommt.

Die „Zen 2“-Prozessoren haben darüber hinaus noch einen weiteren Vorteil zu bieten. Mit ihnen kann das Notebook sogar zum Zocken verwendet werden. Mit gewissen Abstrichen natürlich. Aber grafisch eher weniger anspruchsvolle Spiele wie League of Legends kann das Notebook dann zumindest bei mittleren Grafikeinstellungen flüssig wiedergeben. Mit einem AMD Ryzen 3 3250U wäre das hingegen undenkbar.

Für den klassischen Office-Gebrauch dürfte ein Modell mit acht Gigabyte Arbeitsspeicher schon ausreichend sein. Sollte der RAM doch irgendwann einmal zu knapp werden, lässt er sich theoretisch auf maximal 16 Gigabyte aufstocken. Um an das Innenleben zu gelangen, müssen jedoch die verklebten Gummistreifen an der Unterseite entfernt werden. Verbaut wird ein flotter DDR4-RAM mit 3.200 MHz. Apropos flott: die verbaute SSD wird zwar keine Rennen gewinnen, punktet aber trotzdem mit einer angenehm hohen Schreib- und Lesegeschwindigkeit. Wahlweise stehen 256 oder 512 Gigabyte zur Verfügung.

Fazit

Die unter Last ziemlich lauten Lüfter und die schwachen Lautsprecher sind zwar etwas ärgerlich, in diesem Preisbereich aber gut zu verschmerzen. Ausgestattet mit einem leistungsstarken „Zen 2“-Prozessor von AMD, weiß das HP 255 G8 in der Praxis nämlich zu überzeugen. Der Prozessor liefert genügend Power, um nicht nur alltägliche Aufgaben, sondern auch anspruchsvollere Anwendungen wie Videobearbeitungsprogramme zu meistern. Ambitionierte Grafiker sollten sich dennoch nach einer Alternative umsehen oder zumindest über die Nutzung eines externen Bildschirms mit besserer Farbabdeckung nachdenken. Insgesamt gesehen hat das Notebook ein gutes Preis-Leistungsverhältnis zu bieten. Für einen Preis ab etwa 400 Euro könnt ihr hier nicht viel falsch machen.

PROCONTRA
Schlichtes DesignKeine Tastaturbeleuchtung
Große TastaturSchlechte Lautsprecher
Gute Performance (mit Zen 2)Lüfter drehen unter Last ordentlich auf
Viele Anschlussmöglichkeiten
Schneller Arbeitsspeicher

>>> HP 255 G8 Test <<<

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Jakob
Jakob
2 Monate her

Leider gibt das Gerät über USB – C kein Videosignal weiter. Somit kann man über den gesondert zu erwerbenden HP USB Hub keinen weiteren Monitor betreiben.