HP 15s im Test: Was kann das günstige Einsteiger-Notebook?

Ein günstiges Notebook, welches allen Alltagsanforderungen gerecht wird – dieses Ziel verfolgt HP mit dem 15s. Die Geräte sind, je nach Ausstattung, bereits ab rund 400 Euro erhältlich. Wir haben das Notebook über einige Tage hinweg getestet und uns angeschaut, was es alles auf dem Kasten hat.



Die wichtigsten Details im Überblick:

Größe15,6 Zoll
Auflösung1.920 x 1.080 Pixel
Helligkeit250 cd/m²
ProzessorAMD Ryzen 5 5500U
GrafikAMD Radeon Graphics
Arbeitsspeicher8GB DDR4
Speicher256GB (SSD)
Anschlüsse1x HDMI (1.4b), 2x USB-A 3.2, 1x USB-C 3.2, 1x Kopfhörer/Mikrofon-Kombi-Anschluss, 1x SD
KonnektivitätWi-Fi 5, Bluetooth 4.2
Akku41 Wh
Gewicht1,7 kg

Bei unserem Testgerät handelt es sich konkret um ein HP 15s-eq2152ng. Das Notebook ist zum Zeitpunkt des Tests ab 479 Euro erhältlich und wird von einem AMD-Prozessor sowie einer integrierten AMD-Grafikeinheit angetrieben. Rein von der Ausstattung her liegt es damit im Mittelfeld der „HP 15s“-Reihe. In unserem Fall wurde das Notebook ohne Betriebssystem ausgeliefert.

Der erste Eindruck

Der Lieferumfang des HP 15s-eq2152ng ist sehr überschaubar. Zusätzlich zu dem Notebook selbst und dem obligatorischen Zettelkram liegt lediglich ein zweiteiliges Netzteil bei. Das Notebook ist rund 36 Zentimeter breit, 24 Zentimeter tief und 1,8 Zentimeter hoch. Damit dürfte es in fast allen Rucksäcken und Reisetaschen einen Platz finden.

Rein optisch zeigt sich der HP 15s-eq2152ng eher zurückhaltend. Auf dem Gehäusedeckel prangert ein großes HP-Logo, ansonsten ist das Notebook komplett in Schwarz gehalten. Am auffälligsten ist da noch die geriffelte Oberfläche. Das hat zumindest den Vorteil, dass Fingerabdrücke nicht ganz so stark zur Geltung kommen wie bei anderen Geräten.

Das Gehäuse ist aus Kunststoff gefertigt. Dementsprechend macht das Notebook auch nicht den aller hochwertigsten Eindruck. Sobald man es etwas energischer in den Händen hin und her bewegt, hört man immer wieder ein leises Knarzen. Nichtsdestotrotz wirkt die Verarbeitung insgesamt gut. Das Gefühl, dass man besonders vorsichtig mit dem Notebook umgehen müsste, um nichts kaputt zu machen, hatten wir zu keinem Zeitpunkt.

Die Einrichtung

Da unser Testexemplar ohne Betriebssystem ausgeliefert wird, müssen wir uns erst einmal darum kümmern. Aufgrund des fehlenden DVD-Laufwerks haben wir uns dafür Windows 10 im USB-Format besorgt. Falls ihr ebenfalls eine Windows-Installation vor euch habt, folgt hier noch eine kurze Erläuterung. Ansonsten könnt ihr den folgenden Absatz einfach überspringen.

Die Installation von Windows 10 ist eigentlich ganz simpel. Vor dem Start den USB-Stick in einen freien USB-Port stecken und kurz nach dem Betätigen des Power-Buttons auf die Escape-Taste drücken. Dann öffnet sich HPs spezielles Startup-Menu. Per Tastendruck auf „F9“ gelangt man anschließend in den Boot-Manager. Dort muss nur noch der entsprechende USB-Stick ausgewählt werden und schon beginnt die Windows-Installation.

Nachdem wir uns durch die etlichen Installationsschritte durchgeklickt haben, folgt die Erleichterung. Wir landen auf dem alt bekannten Desktop und logischerweise ist auch keine störende Bloatware vorinstalliert. Keine nervige Testversion eines Virenscanners, die im Minutentakt nach einem zahlungspflichtigen Abo verlangt – ein Traum.

Eine wichtige Sache fehlt allerdings noch: das Internet. Da ab Werk noch keine WLAN-Treiber installiert sind, müssen wir das auch noch nachholen. Dafür nehmen wir einen PC zu Hilfe, welcher bereits mit dem Internet verbunden ist und suchen auf der Webseite von HP die entsprechenden Treiber heraus. Wir laden die Treiber herunter, verschieben die Install.exe auf einen USB-Stick und schließen diesen wiederum am Notebook an. Nach der Installation funktioniert dann auch das WLAN einwandfrei.

Kurze Zeit später macht sich jedoch die erste Spaßbremse bemerkbar- die Tastatur. Zum einen hat sie keine Hintergrundbeleuchtung, was das Arbeiten in dunklen Räumen deutlich erschwert. Zum anderen ist das Druckgefühl nicht gerade angenehm, die Tastatur biegt sich leicht nach unten durch und die Lautstärke ist überdurchschnittlich hoch. Hier machen sich dann doch der günstige Preis und der hohe Plastikanteil bemerkbar. Das Touchpad hingegen leistet einen guten Job. Die Navigation ist präzise und auch die beiden integrierten Tasten wirken durchaus solide.



Die Performance

Kommen wir zum wichtigsten Aspekt. Welche Leistung versteckt sich unter der Haube? Dafür haben wir das Notebook über mehrere Tage hinweg in typischen Alltagssituationen getestet. Von den klassischen Office-Anwendungen bis hin zur abendlichen Netflix-Session war alles dabei. Das Ergebnis ist überraschend positiv. Im Alltag kommt der Ryzen-Prozessor eigentlich nie an seine Grenzen. Zwar drehen die Lüfter an der ein oder anderen Stelle mal etwas lauter, lange Ladezeiten oder Ruckler gibt es dafür aber nicht. Selbst anspruchsvollere Bildbearbeitungsprogramme wie GIMP lassen sich problemlos nutzen.

Der HP 15s soll natürlich kein Gaming-Laptop sein. Trotzdem haben wir uns einmal angeschaut, ob man nicht doch das ein oder andere Spiel darauf spielen könnte. Einfachere Titel wie League of Legends laufen tatsächlich schön flüssig in mittleren Grafikeinstellungen. Aufwendigere Spiele sind wenn dann nur mit sehr niedrigen Einstellungen spielbar. Aber auch dann nicht zwingend flüssig.



Das Display macht einen soliden Eindruck. Dank der Full-HD-Auflösung von 1.920 x 1.080 Bildpunkten werden alle Inhalte scharf dargestellt. Die Farben sind okay, wirken insgesamt jedoch ein wenig bleich und verwaschen. Die Helligkeit ist ausreichend, um in Innenräumen alles erkennen zu können. Im direkten Sonnenlicht sollte das Notebook allerdings nicht genutzt werden. Die Bildwiederholrate liegt bei 60 Hertz.

Übrigens: Standardmäßig ist der Arbeitsspeicher acht Gigabyte groß. Da das Notebook aber noch über einen zweiten, nicht benutzten RAM-Slot verfügt, kann er auf Wunsch auch erweitert werden. Wie das funktioniert, erklären wir euch in diesem Artikel.

Eine Akkuladung dürfte ausreichend sein, um einmal durch den kompletten Arbeitstag zu kommen. Bei dauerhafter Videowiedergabe hält er knapp neun Stunden durch. Apropos Videowiedergabe: Die verbauten Lautsprecher gehen Notebook-typisch in Ordnung, holen aber keine Sterne vom Himmel. Ordentliche Kopfhörer können dementsprechend nicht schaden.

Fazit

Insgesamt gesehen liefert das HP 15s ein wirklich gutes Gesamtbild ab. Die Einrichtung ist etwas umständlich und das Notebook fühlt sich an manchen Stellen nicht gerade hochwertig an – insbesondere die Tastatur. Dafür bekommt man allerdings eine sehr gute Leistung für sehr wenig Geld geboten. Wer auf der Suche nach einem zuverlässigen Begleiter ist, der allen Alltagsanforderungen gewachsen ist, hat mit dem HP 15s einen guten und vergleichsweise günstigen Kandidaten zur Auswahl.

PROCONTRA
Schlichtes DesignUmständliche Einrichtung
Nicht besonders anfällig für FingerabdrückeTastatur wirkt billig
Flotter ProzessorBlasse Farben
Erweiterbarer Arbeitsspeicher
Lange Akkulaufzeit
Geringer Preis

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