Hongguang Mini: Erfolgreicher China-Flitzer ist in Europa deutlich teurer

Der Hongguang Mini sorgt in China seit Monaten für Begeisterung. Aktuell handelt es sich sogar um das meistverkaufte Elektroauto der Welt. Nun soll er auch nach Europa kommen – allerdings nicht für 4.000 Euro.



In China wird das kleine Elektroauto in zwei unterschiedlichen Varianten verkauft. Je nach Akkugröße kostet der Viersitzer dort zwischen 28.000 Yuan (3.650 Euro) und 38.800 Yuan (4.900 Euro). Ein extrem günstiger Preis, der die Kunden erfolgreich anlockt. Nach nur 20 Tagen konnten bereits 15.000 Einheiten verkauft werden. Einen derart erfolgreichen Markstart hat bis dato kein anderes Mini-Elektroauto hinlegen können. Mittlerweile ist es, trotz der regionalen Limitierung, sogar das meistverkaufte Elektroauto der Welt.

Elektro-Mini mit 100 km/h

Der Hongguang Mini ist 2,92 Meter lang, 1,49 Meter breit und 1,62 Meter hoch. Das Gewicht liegt, abhängig von der Akkuvariante, bei 665 beziehungsweise 705 Kilogramm. Der 20 kW starke Motor erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 100 Stundenkilometern. Damit eignet sich das Auto nicht nur für die Stadt, sondern auch für kürzere Überlandfahrten.


Bild: Wuling

Die kleiner Akkuvariante (9,2 kWh) soll Herstellerangaben zufolge eine Reichweite von bis zu 120 Kilometer ermöglichen. Mit dem größeren Akku (12,8 kWh) sind bis zu 170 Kilometer lange Strecken möglich. Je nachdem, was zuerst zutrifft, gibt der Hersteller eine Garantie von 8 Jahren oder 120.000 Kilometer.

Verkauf in Europa

Nun kommt der kleine Elektro-Flitzer auch nach Europa. Unter dem Namen „Freze Nikrob“ wird das Auto zunächst in Litauen erhältlich sein. Dort beginnt der Preis bei 10.000 Euro. Für das Topmodell mit größerem Akku werden 15.000 Euro fällig. Damit ist das Auto mehr als doppelt so teuer als in China. Der höhere Preis kommt unter anderem durch einige sicherheitstechnische Änderungen zustande. So wurden beispielsweise eine neue Beleuchtung, ESP und Airbags hinzugefügt.

Wann das Auto offiziell auch in Deutschland verkauft wird und wie viel es dann kosten wird, steht noch nicht fest. Hierzulande muss schließlich noch die Förderung für Elektroautos abgezogen werden. Unter Umständen unterscheidet sich der tatsächliche Preis dann gar nicht mehr so stark von dem ursprünglichen Verkaufspreis in China.

Quelle: Bloomberg

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OLD MAN
OLD MAN
2 Monate her

EIN FAHRZEUG FÜR DEN KLEINEN GELDBEUTEL WELCHES IN EUROPA DANN SO TEUER GEHANDELT WIRD DASS ES WIEDER NIX WIRD FÜR DEN BÜRGER.DAFÜR WIRD DIE AUTOLOBBY SCHON SORGEN. Warum wird bei den europäischen Herstellern nicht über solche Fahrzeuge nachgedacht , weil man unbedingt technisch überzüchtete Boliden verkaufen will , die kein Mensch, normaler Verbraucher benötigt. Für Senioren z.B. ein ideales Fahrzeug und für den erforderlichen zu bewältigenden Radius reicht es immer.
Einfach mal nachdenken Autolobby ! ! ! Und für den viel gepriesenen Umweltschutz vielleicht auch nicht ganz so übel.

Harald Gosebruch
Harald Gosebruch
8 Monate her

Genau genommen braucht man für ein Stadtauto in den meisten Fällen nicht mehr. Quasi eine Art „low budget“ — Elektro-Smart. Die Sorge um einen Parkplatz schrumpft definitiv mindestens um 50%. Dafür gäbe es definitiv auch bei uns einen Markt.

Last edited 8 Monate her by Harald Gosebruch
P.U.
P.U.
10 Monate her

Wäre mal schön zu wissen wie der im Crash und Bremstest abschneidet