Glasfaser statt Kupfer: Telekom stattet Opfer der Flutkatastrophe mit moderner Technik aus

Die Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz hat auch die Netz-Infrastruktur der entsprechenden Gebiete zerstört. Tausende Haushalte haben keinen funktionierenden Internetanschluss mehr. Das will die Telekom ändern. Doch dort wo vor der Katastrophe noch Kupferkabel lagen, soll nun Glasfaser verlegt werden.


Foto: Unsplash

Die Deutsche Telekom hat sich dazu entschieden, die ursprünglich verwendete Technik in den Flut-Gebieten durch moderne Glasfaseranschlüsse zu ersetzen. Die Betroffenen – der Telekom zufolge sind es rund 40.000 Haushalte – können sich bereits bei der Telekom registrieren und einen Tarif auswählen, um den Vorgang zu beschleunigen. Verlegung und Installation der neuen Hausleitungen seien für die Anwohner aber grundsätzlich kostenlos.

Betroffene, welche aktuell noch damit beschäftigt sind ihr Heim wieder aufzubauen, sollen den neuen Glasfaseranschluss schon jetzt einplanen. Typischerweise endet die Hausleitung in einem Anschlussraum und muss von dort aus per Kabel in die einzelnen Räume des Hauses verlegt werden. Dafür benötigte Kabelkanäle könne man schon jetzt beim Wiederaufbau berücksichtigen.



Das neu gebaute Glasfasernetz sei darüber hinaus wettbewerbsoffen. Die Anwohner können sich auf Wunsch also auch für einen anderen Internetanbieter entscheiden, sollten ihnen die Tarife der Telekom nicht zusagen. Der Ausbau soll „zeitnah“ erfolgen, könne je nach Gebiet aber bis zu zwölf Monate in Anspruch nehmen. Bis dahin werden die bereits bestehenden Übergangslösungen (eine Kombination aus Mobilfunkmasten und WLAN-Anbindungen) fortgesetzt.

Folgende Regionen werden berücksichtigt

Nordrhein-Westfalen:

  • Bad Münstereifel (Ortsteile Arloff, Iversheim inkl. Gewerbegebiet, und Innenstadt)
  • Kall (Ortsteile Kall, Sötenich und Urft)
  • Schleiden (Ortsteile Gemünd, Malsbenden, Mauel, Nierfeld, Schleiden, Oberhausen und Olef)
  • Stolberg (Ortsteile Mitte und Vicht)

Rheinland-Pfalz:

  • Ahrbrück (Ortsteil Brück)
  • Altenahr 
  • Antweiler 
  • Bad Neuenahr-Ahrweiler (Heimersheim, Ahrweiler-Kernstadt, Neuenahr-Kernstadt und Walporzheim)
  • Dernau (inkl. Marienthal)
  • Fuchshofen
  • Hönningen 
  • Insul (Ahrstraße und Gebiet nördlich der Ahr)
  • Mayschoß
  • Rech
  • Schuld 
  • Sinzig (Ortsteile Bad Bodendorf und Kernstadt)

Quelle: Deutsche Telekom

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