Gaming 2018: Die größten Aufreger des Jahres

Das Jahr 2018 hat einige Spiele-Highlights hervorgebracht: God of War, Red Dead Redemption 2 oder Shadow of the Tomb Raider, um nur ein paar zu nennen. Andere Spiele hingegen enttäuschten auf ganzer Linie und verärgerten die Fans teilweise schon im Vorhinein. Das waren unsere fünf größten Gaming-Aufreger des Jahres:


Diablo 4 – Oder auch nicht

Das ganze Internet schien nur auf die Ankündigung eines würdigen Diablo-Nachfolgers zu warten. Immerhin liegt der Release von Diablo 3 auch schon über sechs Jahre zurück. Auch wir haben uns von dem Hype mitreißen lassen und berichteten bereits im Juni über die ersten vielversprechenden Leaks. Alles schien auf eine Ankündigung auf der hauseigenen Spielemesse BlizzCon hinzudeuten. Doch dann kam alles anders. Mit Diablo Immortal hat man zwar ein neues Spiel aus dem Universum vorgestellt, konnte den Erwartungen der Fans aber absolut nicht gerecht werden. Ein Mobile-Game: Viel weiter hätte man sich nicht von einem möglichen Diablo 4 entfernen können.

Die Quittung dafür hat Blizzard postwendend erhalten. Während alle Anspielstationen auf der BlizzCon überlaufen waren, blieb die Schlange für Diablo Immortal quasi leer. Das Ankündigungsvideo auf YouTube konnte bis heute über beeindruckende 712.000 Dislikes sammeln (bei lediglich 27.000 Likes). Es könnte die am heftigsten kritisierte Spiele-Ankündigung aller Zeiten sein. Immerhin räumte man im Nachhinein noch ein, dass man tatsächlich an einem Diablo 4 arbeite.

Fallout 76: Alles anders – Nichts besser?

Wie schon Diablo, gehört auch Fallout zu den beliebtesten Spiele-Reihen des vergangenen Jahrzehnts. Obwohl die bisherigen Teile überaus erfolgreich liefen, entschied sich Bethesda dazu, das Spielprinzip mal grundlegend zu ändern. Fallout 76 soll ein Online-Multiplayer werden. Statt im Alleingang durch das postapokalyptische Ödland zu streifen, wird man auf seiner Reise einer Vielzahl anderer Spielern begegnen. Außerdem entscheidet sich der Entwickler dazu, das Spiel diesmal nicht über Steam anzubieten, sondern nur über den eigenen Games-Launcher. Ob sich das wirklich auszahlt? Die Vorfreude der Fans wandelte sich schnell um in Skepsis.

Aus Skepsis wurde schließlich Enttäuschung, zumindest für einen Großteil der Fans. Das Spielprinzip sei öde, die Grafikengine nicht mehr zeitgemäß und eine Reihe von Bugs trübe den Spielspaß. Doch auch wenn die Entwickler von Fallout 76 haufenweise Kritik über sich ergehen lassen mussten, gibt es zumindest noch einen kleinen Teil, der von dem überarbeiteten Spielgeschehen durchaus angetan ist. Insgesamt aber zu wenig, wie die aktuellen Spielerzahlen belegen.

ATLAS: Zu schön um wahr zu sein

Ein hübsches Piraten-Setting, eine riesengroße Open-World und bis zu 40.000 Spieler gleichzeitig auf einem Server: ATLAS hätte auch eines der besten Spiele des Jahres werden können, hätte sich auch nur die Hälfte der Ankündigungen bewahrheitet. Am 22. Dezember wurde das Spiel schließlich auf Steam veröffentlicht und sorgte nicht unbedingt für besinnliche Festtage. Die Spieler waren alles andere als überzeugt, falls sie überhaupt spielen konnten und die Entwickler durften sich entsprechend auch einiges anhören. Fröhliche Weihnachten…

Erst wurde die Veröffentlichung von ATLAS diverse Male nach hinten verschoben, dann wurde dem „einfachen Volk“ auch noch der Zutritt verwehrt. Während Streamer bereits auf speziellen Servern zocken konnten, kam der Rest nicht über das Hauptmenü hinaus. Doch auch als die Server schließlich für alle freigeschaltet wurden, war keine Besserung in Sicht. Statt den angepriesenen 40.000 Piraten, fanden lediglich 150 gleichzeitig auf einem Server Platz. Dazu kamen unzählige Bugs, eine Grafik von vorgestern und darüber hinaus tauchten auch noch Hinweise auf, dass ATLAS eigentlich nur als DLC für Ark: Survival Evolved gedacht war. Die Bewertungen auf Steam sprechen eine deutliche Sprache: 12.622 Bewertung – größtenteils negativ! Der Fairness halber muss man allerdings hinzufügen, dass sich ATLAS derzeit noch in der Early-Access-Phase befindet. Wer weiß, vielleicht bietet das Spiel wirklich irgendwann Mal das, was es im Vorfeld auch suggerierte.

Counter Strike: Global Offensive – Mehr Spieler = Mehr Cheater?

Fortnite hat in diesem Jahr auf beeindruckende Art und Weise gezeigt, wie weit man es mit einem durchdachten Free-2-Play-System schaffen kann. Auch Valve hat seine Chance gewittert und kurzerhand ein paar Änderungen an dem eSports-Klassiker CS: GO vorgenommen. Ab dem 07. Dezember 2018 muss man nichts mehr bezahlen, um Zugriff auf das Spiel zu bekommen. Zudem wurde natürlich auch ein Battle-Royale-Modus integriert. Besonders ersteres kam bei den langjährigen Spielern überhaupt nicht gut an.

Je weniger Geld ein Spiel kostet, desto mehr Spieler werden in der Regel auch davon angezogen. Nette und hoch motivierte Spieler, aber natürlich auch einige Negativbeispiele. Kurz gesagt: Seit der Änderung scheinen etliche Cheater ihr Unwesen in CS: Go zu treiben, wenn man sich die Rezensionen auf Steam mal anschaut. Auch auf unserer Facebook-Seite waren die Stimmen größtenteils negativ. Dort heißt es unter anderem: „Fluch, ein Tritt für alle normalen Spieler welche sich Mühe geben, für alle die das Spiel gekauft haben und die Hacker lachen sich tot…“

Harry Potter: Hogwarts Mystery – Ein Spiel fürs Bankkonto, nicht für Fans

Die Vorfreude war groß, als bekannt wurde, dass es gleich zwei neue Spiele aus dem Harry Potter Universum geben würde. Wizards Unite, ähnlich wie Pokèmon Go, wurde schließlich auf 2019 verschoben. Hogwarts Mystery fand im April hingegen den Weg auf unsere Smartphones. Die Idee dahinter ist sicherlich nicht schlecht: Man spielt einen jungen Zauberer, besucht die Hogwarts Schule für Hexerei und Zauberei, erlebt Abenteuer und knüpft neue Freundschaften. Zunächst weiß das Mobile-Game auch zu überzeugen. Doch leider hält der Spielspaß nicht lange an.

Harry Potter: Hogwarts Mystery ist Free-2-Play und wie das in diesem „Genre“ so üblich ist, von oben bis unten mit diversen Ingame-Währungen vollgestopft. Das wäre nur halb so schlimm, würde man nicht regelmäßig vor die Wahl gestellt werden: Warte x Minuten oder bezahle Geld um gleich weiter zu spielen. Es wirkt beinahe so, als hätten die Entwickler mathematisch genauestens bestimmt, wie man den Spielern am besten das Geld aus der Tasche ziehen kann. Für wirklichen „Fan-Service“ blieb dabei wohl keine Zeit mehr. Die Hoffnungen ruhen also weiterhin auf Niantics Wizards Unite…


Jetzt seid ihr gefragt: Welches Spiel hat euch 2018 am meisten enttäuscht? Stimmt ab und lasst uns eure Meinung gerne in den Kommentaren da.

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