Für Norddeutschland: Niedersachsen tüftelt an einem eigenen 9€-Ticket

Die Zukunft des Neun-Euro-Tickets ist nach wie vor ungewiss. Geht es nach unserem Finanzminister Christian Lindner (FDP), soll es künftig überhaupt keinen bundesweiten Nachfolger geben. Für diesen Fall arbeitet man in Niedersachsen bereits an einem Plan B.


Photo by Jonas Junk on Unsplash

Falls es keine bundesweite Lösung geben sollte, wäre das niedersächsische Verkehrsministerium auch offen für eine reine norddeutsche Variante des Neun-Euro-Tickets. Das teilte man auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. In der Stellungnahme heißt es: „Sollte ein bundesweites Ticket nicht umsetzbar sein, könnten alternativ auch die fünf norddeutschen Bundesländer etwas auf die Beine stellen“.

Einen konkreten Plan soll es allerdings noch nicht geben. Zunächst wolle man abwarten, zu welchem Entschluss die Bundesregierung kommt. Zwischen den einzelnen Parteien scheint es noch immer große inhaltliche Differenzen zu geben, was die Einführung eines langfristig günstigen ÖPNV-Tickets betrifft. Der vorerst letzte Monat des Neun-Euro-Tickets begann am heutigen Montag. Viel Zeit kann sich die Bundesregierung also nicht mehr lassen.

Vorschläge, wie ein geeigneter Nachfolger aussehen könnte, wurden in den vergangenen Wochen schon einige geäußert. Die Linkspartei machte sich beispielsweise für die Einführung eines 365-Euro-Tickets stark. Die Nutzung des gesamten Nah- und Regionalverkehrs würde so umgerechnet einen Euro pro Tag kosten. Die Verkehrsbetriebe machten ebenfalls deutlich, dass sie sich ein vergünstigtes Ticket für die Zukunft wünschen. In ihrem Vorschlag war jedoch von einem 69-Euro-Ticket die Rede – pro Monat wohlgemerkt.



Auch euch haben wir gefragt, wie teuer der Nachfolger des Neun-Euro-Tickets maximal sein dürfte, damit es für euch noch attraktiv ist. Die Mehrheit (30 Prozent) stimmte für einen Preis von maximal 29 Euro im Monat. 17 Prozent würden sogar nur 19 Euro im Monat bezahlen. Beinahe genauso viele (15 Prozent) hingegen bis zu 49 Euro. Das von den Verkehrsbetrieben vorgeschlagene 69-Euro-Ticket sorgte lediglich bei fünf Prozent der Teilnehmer für Akzeptanz.

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