Auch 2019 war wieder ein sehr erfolgreiches Jahr für die Games-Branche. Im Vergleich zum Vorjahr konnte der Spielemarkt in den vergangenen zwölf Monaten nochmals um vier Prozent wachsen. Das umsatzstärkste Spiel war dabei – wie auch schon 2018 – der Battle-Royal-Hit Fortnite.


Foto: Fortnite (Epic Games)

Das meiste Geld wurde auch 2019 wieder durch Mobile-Games eingespielt. Mit einem Umsatz von rund 64,4 Milliarden US-Dollar war die Mobile-Sparte mehr als doppelt so erfolgreich wie der PC, welcher mit 29,6 Milliarden US-Dollar Umsatz auf dem zweiten Rang folgt. Durch Konsolenspiele kamen im vergangenen Jahr rund 15,4 Milliarden US-Dollar zusammen und VR/AR-Headsets waren für knapp 6,3 Milliarden US-Dollar verantwortlich. Hinzu kommen noch 6,5 Milliarden US-Dollar für Gaming Video Content (GVC), also Let’s Plays auf YouTube, Twitch & Co.


Foto: superdataresearch

Die umsatzstärksten Spiele des Jahres

Zum zweiten Mal in Folge konnte sich Fortnite den Titel als erfolgreichstes Spiel des Jahres sichern. Alleine durch das Battle-Royal-Spiel nahm Epic Games rund 1,8 Milliarden US-Dollar ein. Auf Platz 2 und 3 liegen Dungeon Fighter Online und Honour of Kings, welche beide knapp 1,6 Milliarden US-Dollar erwirtschafteten. Die komplette Top 10 könnt ihr euch hier anschauen:

RangSpielPublisherUmsatz in US-Dollar
1FortniteEpic Games1,8 Milliarden
2Dungeon Fighter OnlineNexon1,6 Milliarden
3Honour of KingsTencent1,6 Milliarden
4League of LegendsRiot Games, Tencent1,5 Milliarden
5Candy Crush SagaKING Digital Entertainment1,5 Milliarden
6Pokémon GONiantic Inc.1,4 Milliarden
7CrossfireSmilieGate1,4 Milliarden
8Fate/Grand OrderAniplex Inc.1,2 Milliarden
9Game for PeaceTencent1,2 Milliarden
10Last Shelter: SurvivalLong Tech /im30.net1,1 Milliarden

Auffällig ist, dass es sich bei 6 von 10 Spielen um Mobile-Games handelt. Außerdem findet man keine bekannten Vollpreistitel in den Top 10. Zum Vergleich: Das kommerziell erfolgreichste Vollpreisspiel ist Fifa 19 und konnte (inklusive Miktrotransaktionen) rund 786 Millionen US-Dollar umsetzen.

Für Publisher scheint es also deutlich profitabler zu sein auf Free-2-Play-Spiele zu setzen. Laut den Zahlen von Superdata Research entfallen bereits 80 Prozent aller Einnahmen auf Spiele, die grundsätzlich kostenlos spielbar sind und im Gegenzug Ingame-Käufe anbieten. Und gleichzeitig ist der Umsatz durch klassische Vollpreistitel um fünf Prozent gesunken.

In diesem Jahr sind die Aussichten für Vollpreisspiele, dank namhafter Titel wie Cyberpunk 2077, The Last of Us 2 und Animal Crossing New Horizons, allerdings wieder ein wenig besser.

Quelle: superdataresearch

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