Glücksspiel in FIFA? EA überarbeitet Lootboxen, um Sanktionen zu entgehen

In FIFA Ultimate Team können Kartenpacks gekauft werden, um die eigene Mannschaft mit neuen Spielern zu verstärken. Das Problem an der Sache: die Packs können gegen Echtgeld erworben werden. Und welche Spieler enthalten sind, ist purer Zufall. Glücksspielvorwürfe sind also kaum überraschend. Um dem entgegenzuwirken, hat sich EA dazu entschieden, die Lootbox-Mechanik ein wenig anzupassen.


Bild: EA

Im Rahmen des „Festival-of-FUTball“-Events, welches bis Mitte Juli laufen soll, hat EA eine neue Vorschau-Funktion für den Kauf von Kartenpacks eingeführt. Die Funktion ermöglicht es, den Inhalt eines Kartenpacks zu sehen, bevor man es kauft. So möchte der Publisher den Glücksspielfaktor reduzieren. An sich eine gute Sache. Es gibt aber auch einen Haken.

Zeitlich begrenzt

Wer die neue Vorschau-Funktion nutzen möchte, der muss eine Menge Geduld mitbringen. Sollte man das Kartenpack nämlich nicht kaufen wollen, da einem der gebotene Inhalt nicht gefällt, wird man die Funktion erst 24 Stunden später ein weiteres Mal nutzen können. Bis dahin bleibt das ungewünschte Kartenpack im Shop enthalten. Bedeutet im Umkehrschluss: möchte man den Timer verkürzen, muss man sich das Pack einfach kaufen, in der Hoffnung, dass danach eines kommt, welches die Erwartungen eher erfüllt. EA spielt also mit der Ungeduld der Spieler – und das dürfte in vielen Fällen auch funktionieren.

Die Vorschau-Funktion ist zunächst nur bis zum Ende des Events, also bis Mitte Juli verfügbar. Anschließend soll sie wieder verschwinden. Experten gehen davon aus, dass es sich dabei um einen ersten Testdurchlauf handelt. Langfristig dürfte diese oder eine ähnliche Funktion fest ins Spiel integriert werden. Lootboxen geraten immer stärker in den Fokus der Politik und EA wird nicht drum herumkommen, das System mit den Kartenpacks früher oder später zu überarbeiten.

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