EU: Roaming-Gebühren sollen auch in Zukunft wegfallen

Der EU-weite Wegfall der Roaming-Gebühren soll verlängert werden. Verbraucher sollen auch in den kommenden Jahren vom günstigen Datenroaming profitieren. An einigen Punkten möchte man die bisherigen Regelungen allerdings noch anpassen.


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Die EU-Kommission sieht den Wegfall der Roaming-Gebühren als großen Erfolg an. Seit 2017 können Verbraucher in den 27 EU-Staaten (+ Island, Liechtenstein und Norwegen) zu den gleichen Konditionen telefonieren, schreiben und im Internet surfen wie im Inland. Daraufhin sei die Nutzung von Datenroaming in den Folgejahren um das 17-fache angestiegen.

Theoretisch laufen diese Regelungen im Juni 2022 aus. Aufgrund der großen Beliebtheit möchte die EU-Kommission den Wegfall der Roaming-Gebühren allerdings um weitere zehn Jahre verlängern und im gleichen Zug noch ein paar Kritikpunkte aus der Welt schaffen.

Die EU-Kommission möchte den Verbrauchern garantieren, dass sie zukünftig auch im Ausland mit der gleichen Internetgeschwindigkeit surfen können wie zu Hause, solange ein Netz mit vergleichbarer Qualität zur Verfügung steht. Bisher kommt es im Ausland häufig noch zu Drosselungen der Geschwindigkeit. „In der digitalen Dekade Europas muss sich jeder überall in Europa auf eine hervorragende Konnektivität verlassen können, genauso wie zu Hause“, sagte der für den Binnenmarkt zuständige EU-Kommissar Thierry Breton in einer Pressemitteilung.

Außerdem sollen Verbraucher in EU-Ländern kostenlos den Notruf kontaktieren dürfen, ganz egal ob per Anruf, SMS oder App. Bevor die neue Anti-Roaming-Verordnung in Kraft treten kann, müssen sich EU-Staaten und Europaparlament allerdings noch einigen.

Quelle: EU-Kommission

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