EU-Kommission: Google soll (erneut) Rekordstrafe zahlen

Google musste bereits im vergangenen Jahr die höchste Unternehmensstrafe aller Zeiten zahlen. 2,4 Milliarden Euro wurden fällig, da der Internet Gigant seine Marktführerschaft im Bereich der Suchmaschinen ausgenutzt haben soll. Der Rekord scheint nun aber in Gefahr zu sein.


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Grund dafür ist Googles Umgang mit dem hauseigenen Betriebssystem Android. Laut EU-Kommission würde es dem allgemeinen Wettbewerb schaden.

Neue Rekordstrafe für Google

Nach übereinstimmenden Medienberichten verlangt die EU-Kommission Strafzahlungen in Höhe von 4,3 Milliarden Euro von Google. Dabei geht es um die Vorgaben, die Gerätehersteller einhalten müssen, um Android als Betriebssystem nutzen zu dürfen.

Google stellt sein Betriebssystem den Herstellern generell kostenlos zur Verfügung. Als Gegenleistung dafür, müssen sie ein Paket aus insgesamt elf Apps vorinstallieren, unter anderem den Browser Chrome. Außerdem geht es um die sogenannte „Anti-Fregmentierungs-Vereinbarung“. Diese besagt, dass Hersteller keine Geräte mit Android vertreiben dürfen, wenn sie gleichzeitig auch Modelle mit abgewandelten Versionen des Betriebssystems anbieten. Der dritte Vorwurf dreht sich um die Werbe-Erlöse der Google-Such-App. Hersteller bekommen nur einen Anteil davon ab, wenn sich ansonsten keine andere Such-Anwendung auf dem Smartphone befindet. Google muss dieses Vorgehen innerhalb der nächsten 90 Tage abstellen.

Google legt Einspruch ein: „Wir werden gegen die Entscheidung der Kommission Berufung einlegen“, teilte ein Sprecher von Google am Mittwoch mit.

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