Steam wird verklagt: Entwicklerstudio Wolfire Games wirft der Spieleplattform vor, ihre Monopolstellung auszunutzen. Nun muss Steam-Chef Gabe Newell persönlich vor Gericht erscheinen.



Es ist ein altbekanntes Thema. Immer wieder werfen Entwickler Steam vor, dass die von der Plattform verlangte Provision zu hoch sei. In der Regel gehen 30 Prozent der Einnahmen direkt an Steam. Erst bei großen Umsatzzahlen ab 10 Millionen US-Dollar verringert sich dieser Anteil.

Genau aus diesem Grund zog Indie-Entwicklerstudio und Humble-Bundle-Erfinder Wolfire Games schon vor rund zweieinhalb Jahren vor Gericht. Konkurrenz-Plattformen hätten überhaupt keine Möglichkeit, sich auf dem Markt zu etablieren, da Steam und das gesamte Steam-Ökosystem einen zu großen Einfluss hätten, hieß es in der Klageschrift.



Die damalige Klage wurde zunächst abgewiesen. Allerdings konnte der Entwickler im Mai 2022 eine neue Klage einreichen. Nun steht die Gerichtsverhandlung an und Wolfire Games besteht darauf, dass Steam-Chef Gabe Newell selbst zu Verhandlung erscheint. Immerhin sei er am besten dazu geeignet, um alle Aspekte von Steams Business-Strategie zu beleuchten.

Das Gericht sieht das ähnlich. Newell wollte die Befragung eigentlich aus der Ferne durchführen, da er eine Corona-Ansteckung und die daraus resultierenden Folgen befürchtet. Da bei ihm laut Gericht jedoch kein größeres Risiko als beim Rest der Bevölkerung vorliegen würde, wurde dem Antrag nicht stattgegeben. Wir dürfen gespannt sein, wie die Verhandlung abläuft und was der Steam-Chef alles zu sagen hat.

Via: GamesIndustry.biz

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