Ratgeber: Das sind die besten Smartphones bis 200 Euro [2020]

Die besten Smartphones unter 200 Euro: Gute Smartphones kosten auch einen Haufen Geld, oder? Dabei gibt es doch diverse Hersteller, die mit guter Qualität und kleinem Preis werben. Aber können diese Smartphones wirklich etwas bieten? Wir haben uns die Auswahl mal etwas genauer angesehen, um die positiven, aber natürlich auch die negativen Aspekte solcher günstigen Smartphones herauszustellen. Herausgekommen sind fünf günstige Alternativen, die maximal 200 Euro kosten…

Stand: Oktober 2020

Xiaomi Redmi Note 9S

Xiaomi wird in Europa immer beliebter. Mit guter Ausstattung zu kleinen Preisen hat der chinesische Hersteller auch hier in Deutschland schnell erste Fans finden können. Unter der Marke „Redmi“ bietet das Unternehmen ihre preiswerten Mittelklasse-Modelle an.


Bild: Xiaomi

Rein optisch lässt sich das Xiaomi Redmi Note 9S nur schwer von teureren Oberklasse-Smartphones unterscheiden und auch die Verarbeitungsqualität weiß zu überzeugen. Das 6,67 Zoll große IPS-Display löst mit 2.400 x 1.080 Pixeln auf und stellt alle Bildinhalte scharf dar. Die maximale Helligkeit beträgt rund 450 cd/m². Das ist absolut ausreichend, um auch bei Tageslicht alle wichtigen Details erkennen zu können. Am oberen Rand befindet sich eine winzige Aussparung, in der Sensoren und eine Front-Kamera sitzen.

Auf der Rückseite warten ganze vier Kamerlinsen auf uns. Das ist in dieser Preisklasse eine absolute Seltenheit. Diese liefern wirklich hervorragende Bilder mit tollen Farben und einem guten Dynamikumfang. Auch die Ultraweitwinkelaufnahmen können sich bei guten Lichtverhältnissen absolut sehen lassen. Videos kann das Smartphone in einer 4K-Auflösung mit 30 Bildern pro Sekunde aufnehmen. Es ist die wahrscheinlich beste Smartphone-Kamera, die man für knapp 200 Euro bekommen kann.


Die Highlights des Xiami Redmi Note 9S

  • Großes, hochauflösendes IPS-Display
  • Exzellente Kamera
  • Sehr schneller Prozessor
  • Erweiterbarer Speicher
  • Kopfhörer/Mikrofon-Kombi-Anschluss

Im Inneren werkelt ein Qualcomm Snapdragon 720G. Für die alltägliche Leistung, aber auch für aufwendige Mobile-Games, liefert dieser ausreichend Power. Dem Prozessor stehen 4 GByte RAM und bis zu 128 GByte Speicher zur Seite. Ein 5.020 mAh großer Akku sorgt dafür, dass man völlig problemlos über den Tag kommt. Dank Quick Charge Funktion nimmt der Ladevorgang nur wenig Zeit in Anspruch. Echte Schwächen hat das Smartphone – besonders in Anbetracht des geringen Preises – eigentlich nicht.

Preis: Ab 199,90 Euro!

Realme 6s

Realme stammt ebenfalls aus China und ist hierzulande wahrscheinlich noch etwas unbekannter als Xiaomi. Dabei verfolgen die beiden Hersteller eine sehr ähnliche Unternehmensphilosophie: gute Hardware zu kleinen Preisen.


Bild: Realme

Auch das Realme 6s wirkt optisch eher wie ein Oberklasse-Smartphone. Das Display ist 6,5 Zoll groß und löst mit 2.400 x 1.080 Bildpunkten auf. Dabei punktet es mit einer guten Farb- und Kontrastdarstellung. Am linken oberen Bildschirmrand befindet sich eine winzige Punch-Hole-Kamera, welche mit 16 Megapixeln auflöst. Der Fingerabdrucksensor sitzt im seitlichen Gehäuserahmen.

Auf der Rückseite des Smartphones befindet sich eine Dreifachkamera, wobei der Hauptsensor 48 Megapixel stark ist. Ihm stehen noch eine 8-MP-Ultraweitwinkelkamera und eine 2-MP-Makrokamera zur Seite. Die Bildqualität überzeugt bei guten Lichtverhältnissen, schwächelt jedoch ein wenig bei Dunkelheit. Trotz kleinerer Schwächen schneidet sie in dieser Preisklasse insgesamt noch sehr gut ab.


Die Highlights des Realme 6s

  • Dezentes Design & hochwertige Verarbeitung
  • Gute Alltags-Performance
  • 90-Hz-Display
  • Lange Akkulaufzeit
  • Kopfhörer/Mikrofon-Kombi-Anschluss
  • NFC vorhanden

Unter der Haube werkelt ein MediaTek Helio G90T. Für den alltäglichen Gebrauch reicht dessen Performance locker aus. Bei sehr aufwendigen Mobile-Games wird man die Grafikeinstellungen eventuell noch ein wenig herunterdrehen müssen. Unterstützt wird der Prozessor von vier Gigabyte RAM und einem 64 Gigabyte großen Speicher. Der Akku hat eine Kapazität von 4.300 mAh, was eine erfreulich lange Laufzeit ermöglicht. Als Betriebssystem steht das aktuelle Android 10 bereit.

Preis: Ab 199,90 Euro!

Huawei P40 Lite

Auch Huawei hat ein paar attraktive Mittelklasse-Smartphones im Sortiment. Eines davon ist das Huawei P40 Lite, welches erst vor wenigen Monaten in den Handel gekommen ist.



Optisch lässt sich das Smartphone nur aufgrund der etwas dickeren Bildschirmränder von Huaweis deutlich teureren Modellen unterscheiden. Der Farbverlauf auf der Rückseite ist ein echter Blickfang! Ebenso wie das Display: auf 6,4 Zoll werden die Inhalte grundsätzlich scharf dargestellt und die Auflösung von 2.340 x 1.080 Bildpunkten weiß ebenfalls zu überzeugen. Am oberen linken Rand wird der Bildschirm von einer winzigen Aussparung unterbrochen. Dort sitzt eine 16 Megapixel starke Frontkamera, die ordentliche Selfies zaubert. Auf der Seite des Smartphones befindet sich der blitzschnelle Fingerabdrucksensor.

Vier Kameras zieren die Rückseite. Das System besteht aus einem 48-MP-Hauptsensor, einer 8-MP-Ultraweitwinkelkamera, einem 2-MP-Makroobjektiv und einerm 2-MP-Tiefensensor. Gemeinsam sorgen sie für wirklich ansehnliche Aufnahmen, die bei guten Lichtverhältnissen auch nicht allzu weit hinter denen des großen Huawei P40 zurückfallen. Lediglich bei schlechterem Licht offenbaren sich kleine Schwächen.


Die Highlights des Huawei P40 Lite

  • Schickes Design
  • Großes Display mit guter Auflösung
  • Viel Power
  • Gute Vierfachkamera
  • Viel Arbeitsspeicher
  • Erweiterbarer Speicher
  • Kopfhörer/Mikrofon-Kombi-Anschluss
  • NFC vorhanden

Unter der Haube steckt ein HiSilicon Kirin 810. Der Prozessor wird von Huawei selbst gefertigt und bietet acht Rechenkerne. Für den alltäglichen Gebrauch, aber auch für fordernde Spiele ist die Performance absolut ausreichend. Sechs Gigabyte RAM und ein 128 Gigabyte (erweiterbarer) Speicher runden das Gesamtpaket ab. Als Betriebssystem kommt Android 10 zum Einsatz. Aber Achtung: Auf die typischen Google-Dienste (wie den PlayStore) müssen Nutzer verzichten.

Preis: Ab 197,90 Euro!

Sony Xperia L4

Auch Sony hat noch ein solides Mittelklasse-Smartphone im Sortiment. Das Xperia L4 ist erst frisch auf den Markt gekommen und kostet etwas weniger als 200 Euro.



Das Sony Xperia L4 verfügt über ein 6,2 Zoll großes Display und kommt im schlanken 21:9-Seitenformat daher. Der Bildschirm löst mit 1.680 x 720 Bildpunkten auf. Am oberen Bildschirmrand sitzt eine winzige Punch-Hole-Kamera, die mit 8 Megapixeln auflöst und ganz ansehnliche Schnappschüsse ermöglicht.

Auf der Rückseite erwartet uns eine Dreifachkamera. Sie setzt sich aus einem 13-MP-Hauptsensor, einer 5-MP-Ultraweitwinkellinse und einem 2-MP-Tiefensensor zusammen. Bei gutem Licht entstehen auch gute Bilder, bei schlechten Lichtverhältnissen macht sich aber ein deutliches Bildrauschen bemerkbar.


Die Stärken des Sony Xperia L4

  • schickes Design & hochwertige Verarbeitung
  • längliches Bildformat
  • Gute Dreifachkamera (bei gutem Licht)
  • Erweiterbarer Speicher
  • Kopfhörer/Mikrofon-Kombi-Anschluss
  • NFC vorhanden

Im Inneren arbeitet ein MediaTek MT6762. Für alltägliche Aufgaben ist er schnell genug. Als Gaming-Smartphone eignet sich das Sony Xperia L4 allerdings nicht. Dem Prozessor stehen drei Gigabyte RAM und ein 64 Gigabyte (erweiterbarer) Speicher zur Seite. Der Akku hat eine Kapazität von 3.580 mAh, was locker ausreicht, um damit über den Tag zu kommen. Als Betriebssystem steht Android 9.0 (Pie) zur Verfügung.

Preis: Ab 194,90 Euro

Wiko View 5 Plus

Einige dürften noch nie etwas von Wiko gehört haben. Der Smartphone-Hersteller stammt aus Frankreich und ist in Deutschland (noch) eher unbekannt. Das bedeutet aber nicht, dass die Smartphones nicht auch einiges leisten können.



Äußerlich trifft das Wiko 5 Plus den Zahn der Zeit. Das bunte Design, die schmalen Ränder und die Vierfachkamera auf der Rückseite geben ein modernes Erscheinungsbild ab. Das Display ist 6,55 Zoll groß und löst mit 1.600 x 720 Bildpunkten auf, was vergleichsweise wenig ist. Dafür sorgt der sogenannte „O-Bildschirm“ des Smartphones für satte Farben und hohe Kontraste. Ein kleines „Punch-Hole“ am linken oberen Bildschirmrand beherbergt die 8 Megapixel starke Frontkamera.

Die Kamera auf der Rückseite besteht aus vier verschiedenen Sensoren, wobei der Hauptsensor mit 48 Megapixel auflöst. Hinzu kommen eine Extra-Weitwinkel-Kamera (8 MP), eine Makro-Linse (5 MP) und eine Telelinse (2 MP). Bei einer ausreichenden Beleuchtung ist die Kamera Spitze. Bei schlechterem Licht macht sich allerdings ein kleines Bildrauschen bemerkbar.


Die Highlights des Wiko View 5 Plus

  • Schönes Design
  • Satte Farbdarstellung
  • Gute Vierfachkamera
  • Sehr lange Akkulaufzeit
  • Erweiterbarer Speicher
  • Kopfhörer/Mikrofon-Kombi-Anschluss
  • NFC vorhanden

Beim Prozessor setzt Wiko auf einen Helio P35 Octacore aus dem Hause Mediatek. Dieser sorgt dafür, dass das Smartphone im Alltag stets flüssig läuft und auch nicht vor aufwendigen 3D-Spielen zurückschreckt – unter Umständen aber mit leicht heruntergedrehten Grafikeinstellungen. Vier Gigabyte RAM und 128 Gigabyte (erweiterbarer) Speicher runden das System ab. Ein weiteres Highlight ist der Akku: der 5.000 mAh große Energiespeicher garantiert eine extrem lange Laufzeit. Als Betriebssystem kommt Android 10 zum Einsatz.

Preis: Ab 199,90 Euro!


Einschätzungen der Redaktion

Die beste Leistung liefert das Huawei P40 Lite. Es weiß sowohl im Alltag als auch in anspruchsvollen Mobile-Games zu überzeugen. Eine bessere Performance liefert momentan wohl kein anderes 200-Euro-Smartphone.

Die beste Kamera steckt ebenfalls im Xiaomi Redmi Note 9s. Die Aufnahmen spielen, insbesondere bei guten Lichtverhältnissen, in der obersten Liga mit.

Die längste Akkulaufzeit geht auf das Konto des Wiko View 5 Plus. Das Smartphone kommt auch mehrere Tage aus, ohne aufgeladen werden zu müssen.

Das beste Display ist schwer zu bestimmen. Das Galaxy A30s liefert die sattesten Farben, die besten Kontraste und die größte Helligkeit, schwächelt dafür aber bei der Auflösung. Ansonsten sind die Displays größtenteils auf einem ähnlichen Niveau unterwegs.

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