Corsair iCUE LS100 Smart Lighting im Test: farbenfroh und fehleranfällig

Mit Corsair iCUE LS100 Smart Lighting lässt sich der eigene Monitor in ein farbenfrohes Spektakel verwandeln. Im Test zeigen sich aber auch zum Teil deutliche Schwächen.



Aufbau und Verarbeitung

Für unseren Test haben wir uns das Starter-Kit besorgt, bestehend aus zwei kurzen und zwei längeren LED-Streifen. Die Streifen selbst sind flexibel und bestehen aus 15 beziehungsweise 27 individuell ansteuerbaren LEDs. Eine kleine Steuereinheit ist ebenfalls im Lieferumfang enthalten. Darüber wird die Beleuchtung letztlich mit dem PC verbunden.

Der Aufbau ist an sich ganz simpel. Steuereinheit und LED-Streifen werden einfach an der Rückseite des Monitors angebracht. Alle Komponenten sind magnetisch – der Monitor in der Regel aber nicht. Aus diesem Grund liefert Corsair kleine selbstklebende Metall-Plättchen mit, die zunächst an den Monitor geklebt werden müssen.

Einmal geklebt, halten die Metall-Plättchen wirklich bombenfest am Monitor. Da verrutscht garantiert nichts. Bei den LED-Streifen sieht das allerdings etwas anders aus. Grundsätzlich sind die Magnete zwar stark genug, um die Streifen am Monitor zu halten, aber wenn der Monitor etwas uneben ist (Curved beispielsweise) oder der Abstand der Metall-Plättchen nicht optimal gewählt wurde, wirkt die ganze Konstruktion nicht mehr ganz so stabil.

Sobald alle Komponenten am Monitor angebracht wurden, wird die Steuereinheit per USB mit dem PC verbunden und durch ein zusätzliches Netzkabel mit Strom versorgt. Während die LED-Streifen noch erfreulich flexibel sind, wirken die Anschlusskabel besonders steif. Das kann dazu führen, dass die Kabel – je nach Position – zu viel Spannung auf die Steuereinheit bringen und sie dadurch wieder vom Monitor lösen. Auch hier hätten die Magnete ruhig noch etwas stärker sein dürfen.

Zwischenfazit: Der Aufbau ist, solange man sich auch an die beiliegende Anleitung hält, ziemlich simpel. Die magnetische Halterung könnte allerdings noch stabiler sein. Wer einen stark gekrümmten Monitor hat, der könnte durchaus ein paar Probleme bekommen.



Videosynchronisation mit Schwächen

Wenn alles richtig angeschlossen ist, wird man erst einmal von einer imposanten Regenbogenbeleuchtung begrüßt. Um alle Features nutzen zu können, benötigt man aber noch die iCUE-Software. Mithilfe der Software lassen sich dann diverse Farb- und Lichteffekte auswählen.

Die vorgefertigten Beleuchtungsmodi wie Kaminfeuer oder Polarlichter können sich wirklich sehen lassen. Und auf Wunsch können die LED-Streifen auch mit anderen Corsair-Komponenten synchronisiert werden. Dann leuchtet das komplette Setup in den gleichen Farben.

Wir haben uns allerdings mehr auf die „intelligente Beleuchtung“ gefreut. Denn Corsair verspricht eine Art Ambilight – also eine Anpassung der Beleuchtung anhand des dargestellten Bildes. Bedeutet in der Praxis: wenn die linke obere Ecke des Monitors etwas rotes darstellt, dann leuchten auch die LEDs in der Ecke rot. So soll der Effekt eigentlich aussehen:



In der Praxis war das aber nicht immer so eindrucksvoll. Immer wieder hängt sich die Beleuchtung auf und gewisse Spiele, Witcher 3 beispielsweise, scheint iCUE überhaupt nicht zu mögen. Sobald wir Witcher 3 starten, ist es auch mit der Videosynchronisation vorbei. Manchmal mussten wir sogar den kompletten PC neustarten, ehe wir die LED-Streifen wieder wie gewohnt nutzen konnten. Und das sind Probleme, die eigentlich niemals auftreten dürfen.

Fazit

Die LED-Streifen machen einen hochwertigen Eindruck und geben ein wirklich angenehmes Licht wieder. Lediglich die magnetische Verbindung wirkt manchmal ein wenig instabil.

Es gibt eine Vielzahl verschiedener Beleuchtungsmodi: von einem ruhigen Kaminfeuer bis hin zur schrillen Partybeleuchtung ist alles vertreten. Wer sich das Corsair iCUE LS100 Smart Lighting allerdings wegen der versprochen Videosynchronisation holen möchte, sollte wohl besser die Finger davon lassen. Denn zumindest momentan gibt es da noch viel zu viele Schwierigkeiten. Vielleicht werden die Probleme in Zukunft noch durch ein Update behoben – aber zum jetzigen Zeitpunkt verträgt sich iCUE leider nicht mit allen Spielen.

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ChrisNils Brenne Recent comment authors
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Was wäre denn eine preislich günstige Alternative out of the Box? Für Hue bin ich zu geizig und für Basteleien mit RaspberryPi zu faul 😀