Als ein Streit um Call of Duty eskalierte: „Swatter“ zu 20 Jahren Haft verurteilt

„Swatting“ bezeichnet einen absurden Trend, der in den vergangenen Jahren in den USA aufgekommen ist. Dabei setzt man einen falschen Notruf ab und hetzt die Polizei auf Unbeteiligte. Einer dieser Fälle endete tödlich. Der Auslöser: Ein Streit in Call of Duty. Nun wurde der Verantwortliche zu insgesamt 20 Jahren Gefängnis verurteilt.



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Der besagte Fall vom Dezember 2017 ist an Absurdität kaum zu überbieten: Zwei Spieler geraten in einer Online-Partie Call of Duty aneinander und ein Streit entflammt. Der Verurteilte bringt seinen Mitspieler dazu, seine vermeintliche Adresse zu verraten. Daraufhin greift der Verurteilte zum Hörer und ruft unter Vortäuschung einer Geiselnahme die Polizei. Da es sich jedoch um eine falsche Adresse handelte, trifft die Polizei dort auf einen unbeteiligten 28-Jährigen, der natürlich keine Ahnung hat, was da vor sich geht. Als der 28-Jährige eine „auffällige Bewegung“ macht, die von den Polizisten so interpretiert wird, als wolle er eine Waffe ziehen, eröffnen diese das Feuer.

Nun musste sich der Angeklagte vor Gericht verantworten. Dort gab er zu, bereits mehr als 50 solcher „Swatting“-Attacken initialisiert zu haben. Das Urteil: 20 Jahre Bundesgefängnis.

In den vergangenen zwei Jahren häuften sich solche Vorfälle in den USA. Häufig trifft es dabei Livestreamer, die noch vor laufender Kamera „geswatted“ werden. Bleibt nur zu hoffen, dass dieser dumme Trend bald ein Ende findet.

Via: heise

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