ChatGPT ist für viele zum digitalen Freund und Helfer geworden und steht bei fast jeder Frage bereit. Nun bekommt der weltbekannte Chatbot auch in Deutschland Werbung spendiert. Wer davon betroffen ist, welche Daten für die Anzeigen genutzt werden und wie ihr ChatGPT weiterhin werbefrei nutzen könnt, erfährst du hier.

Freundlicher KI Roboter sitzt mit Laptop im Büro und winkt in die Kamera. Das Bild symbolisiert ChatGPT und künstliche Intelligenz im Alltag.
Bild: Canva

Nachdem OpenAI bereits in Ländern wie den USA, Großbritannien und Japan mit Werbung gestartet ist, folgt nun Deutschland. Ab Montag, dem 24. August 2026, werden die Anzeigen auch hierzulande ausgespielt.

So taucht die Werbung im Chat auf

In Deutschland und weiteren europäischen Ländern werden ab diesem Zeitpunkt Anzeigen direkt im Chat auftauchen. Sie erscheinen unterhalb passender Antworten und sollen klar als Werbung gekennzeichnet sowie optisch vom eigentlichen Inhalt getrennt sein. Laut OpenAI können unter einer Antwort auch mehrere Anzeigen erscheinen.

Bild: OpenAI

OpenAI zufolge haben bereits rund 20 % der Gespräche eine klare kommerzielle Absicht. Für das Unternehmen eröffnet Werbung damit eine weitere Einnahmequelle. Die zusätzlichen Einnahmen können dabei helfen, die hohen Kosten für Rechenleistung, Rechenzentren und den kostenlosen Zugang zu ChatGPT zu finanzieren.

Welche Daten nutzt ChatGPT für die Werbung?

Welche Werbung im Chat auftaucht, hängt vor allem davon ab, worüber gerade gesprochen wird. Wer mit ChatGPT beispielsweise den nächsten Urlaub plant, könnte passend dazu Anzeigen für Hotels, Flüge oder Reiseanbieter sehen. Neben dem aktuellen Gesprächsthema können auch Informationen wie der ungefähre Standort, der Gerätetyp oder die Tageszeit bei der Auswahl eine Rolle spielen.

Wichtig dabei: Frühere Chats und gespeicherte Erinnerungen werden für diese kontextbezogene Werbung nicht berücksichtigt. Anders sieht es bei personalisierten Anzeigen aus, bei denen grundsätzlich auch Informationen aus der bisherigen ChatGPT-Nutzung einfließen könnten. Diese Form der Werbung ist im Europäischen Wirtschaftsraum und in der Schweiz zum Start allerdings nicht verfügbar. Hier gelten strengere Datenschutzvorgaben als beispielsweise in den USA.

Beeinflusst Werbung die Antworten von ChatGPT?

Laut OpenAI sollen die neuen Werbeanzeigen keinen Einfluss auf die Antworten des Chatbots haben. Welche Anzeige erscheint, wird also getrennt davon behandelt, welche Antwort ChatGPT auf eine Frage gibt. Unternehmen, die Werbung in ChatGPT schalten, erhalten außerdem keinen Zugriff auf deine Chats, den Chatverlauf, gespeicherte Erinnerungen oder persönliche Daten.

Auch bei den Inhalten gibt es Grenzen. Bei sensiblen Themen, etwa rund um die psychische Gesundheit, soll keine Werbung erscheinen. Auch bei politischen Themen soll auf Anzeigen verzichtet werden.

So kannst du ChatGPT weiterhin werbefrei nutzen

Werbung kann ziemlich störend sein. Abonnenten von ChatGPT Plus, Pro, Business, Enterprise und Education können allerdings aufatmen, denn diese Tarife bleiben werbefrei. Betroffen sind zunächst Nutzer der kostenlosen Version sowie Abonnenten von ChatGPT Go. Auch Accounts, die OpenAI Nutzern unter 18 Jahren zuordnet, sollen keine Anzeigen sehen.

Für Nutzer der kostenlosen Version soll es allerdings eine kostenlose Alternative ohne Werbung geben. Die hat aber einen Haken, denn es stehen weniger Nachrichten zur Verfügung und auch auf die Bildgenerierung muss verzichtet werden. Ob diese Variante direkt zum Start am Montag auch in Deutschland verfügbar sein wird, ist bislang noch unklar.

Wer nur gelegentlich ohne Werbung chatten möchte, kann dafür auf temporäre Chats zurückgreifen. Diese bleiben werbefrei, erscheinen nicht im normalen Chatverlauf und greifen auch nicht auf gespeicherte Erinnerungen zurück. Wer weiterhin Anzeigen sieht, kann zumindest einzelne davon über das Drei-Punkte-Menü ausblenden oder melden. Komplett werbefrei wird ChatGPT dadurch allerdings nicht.


Wie sieht es bei dir aus? Würdest du Werbung für die kostenlose Nutzung von ChatGPT in Kauf nehmen oder lieber auf eine werbefreie Alternative wechseln? Schreib uns deine Meinung gerne in die Kommentare!


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Quelle: Spiegel/BR24/OpenAI

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