Bei CEVA Logistics, einem Logistikdienstleister zahlreicher bekannter Unternehmen, kam es nach einem Cyberangriff offenbar zu einem Datenabfluss. Betroffen sein könnten vor allem Kundendaten, die für Lieferungen von Bestellungen benötigt werden. Wir zeigen dir, wer jetzt besonders wachsam sein sollte.


Digitale Illustration zeigt die dunkle Silhouette einer vermummten Gestalt mit Kapuzenpullover, die vor einer Tastatur sitzt und von binären Zahlencodes umgeben ist. Der Bildschirm-Effekt aus vertikalen, tropfenartigen Streifen in Türkis und Rot verleiht der Szene eine bedrohliche, hackertypische Cyber-Atmosphäre.
Foto Tarun über Adobe Stock

Was ist passiert?

Nach einem Cyberangriff auf CEVA Logistics könnten Kundendaten abgeflossen sein. CEVA ist ein internationaler Logistikdienstleister, der für verschiedene Unternehmen unter anderem Lagerung, Verpackung und Versand übernimmt. Dadurch hatte das Unternehmen Zugriff auf Daten, die für Bestellungen und Lieferungen nötig sind.

Nach aktuellem Stand stehen mehrere bekannte Unternehmen im Zusammenhang mit dem Vorfall, darunter ING, Ace & Tate, Ajax Amsterdam, Bol, De Bijenkorf und mutmaßlich auch Zalando. Auch europäische Kunden von Steam-Hardware sollen informiert worden sein, da Valve für den Versand physischer Steam-Produkte ebenfalls mit CEVA zusammenarbeitet.

Wichtig ist: Nach bisherigem Stand handelt es sich nicht um direkte Angriffe auf ING, Valve oder andere betroffene Unternehmen selbst, sondern um einen Vorfall beim gemeinsamen Logistikdienstleister CEVA.

Welche Daten könnten betroffen sein?

Welche Daten genau betroffen sind, hängt vom jeweiligen Unternehmen ab. Bei ING geht es nach bisherigen Informationen nur um Kunden, die über das Prämienprogramm physische Produkte bestellt haben. Betroffen sein könnten Namen, Adressen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen und Informationen zu bestellten Produkten. Bankkonten, Zahlungsdaten, Zugangsdaten und ING-Systeme sollen dagegen nicht betroffen sein.

Bei Valve geht es offenbar um Versanddaten von europäischen Steam-Hardware-Bestellungen, darunter Name, Anschrift, Telefonnummer, E-Mail-Adresse und Angaben zum bestellten Produkt.

Bei anderen betroffenen Händlern wie Ace & Tate, Bol, De Bijenkorf oder Berichten zufolge auch Zalando dürfte es ebenfalls vor allem um Liefer-, Bestell- und Trackingdaten gehen.

Mehrere Unternehmen haben betroffene Kunden und die Datenschutzbehörden benachrichtigt

Mehrere betroffene Unternehmen haben ihre Kunden und die zuständigen Datenschutzbehörden inzwischen über den Vorfall informiert, der sich zwischen dem 29. Juli und dem 1. August ereignet haben soll. Dazu zählen unter anderem ING, Ace & Tate, Ajax Amsterdam und Valve.

Da nach aktuellem Stand keine Passwörter oder Zugangsdaten zu Accounts betroffen sein sollen, ist ein vorsorglicher Passwortwechsel nicht zwingend erforderlich. Wer dennoch unsicher ist, kann sein Passwort natürlich ändern. Noch wichtiger wäre allerdings erhöhte Wachsamkeit bei verdächtigen Nachrichten.

Betroffene sollten in der nächsten Zeit besonders aufmerksam bei angeblichen Paketbenachrichtigungen, Support-Mails, Zahlungsaufforderungen oder Nachrichten zu Lieferproblemen sein. Solche Informationen könnten Kriminelle nutzen, um Phishing-Versuche glaubwürdiger wirken zu lassen. Links aus unerwarteten E-Mails sollten daher nicht angeklickt und sensible Daten wie Passwörter nicht weitergegeben werden.

Quellen: it-daily / Caschys Blog


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