Der Publisher Electronic Arts plant die Einführung von Werbung in Videospiele und hat die neue Plattform EA Advertising vorgestellt. Was genau dahintersteckt und wie die Werbung in Spiele integriert werden soll, erfährst du hier.

Bislang gab es Werbung hauptsächlich in kostenfreien Mobile-Games, doch damit soll jetzt Schluss sein. Der Publisher möchte Werbung in Vollpreisspiele wie EA Sports FC und Madden NFL integrieren und mit EA Advertising eine weitere Einnahmequelle schaffen. Mit mehr als 120 Millionen aktiven Spielern pro Monat könnten die Markenbotschaften künftig eine enorme Reichweite erzielen.
So soll die Werbung in Spielen aussehen
Die Werbeanzeigen sollen künftig an unterschiedlichen Stellen im Spiel auftauchen, unter anderem auf Banden, Anzeigetafeln oder als Broadcast-Overlays. Die dynamischen Anzeigen können dabei in Echtzeit ausgespielt und aktualisiert werden. Doch dabei bleibt es nicht: EA möchte Werbepartner künftig noch stärker in die Spiele integrieren. Geplant sind unter anderem besondere Herausforderungen, exklusive Belohnungen sowie Markeninhalte wie Skins oder andere kosmetische Gegenstände.
Produktplatzierungen gab es bei EA bereits in der Vergangenheit. So wurden beispielsweise Produkte der Marke Vans in das Skate-Game Skate integriert. Auch in der Lebenssimulation Die Sims sind Rucksäcke der Modemarke Coach zu finden. Mit EA Advertising möchte der Publisher diese Art von Kooperationen nun weiter ausbauen und Marken deutlich umfangreicher in seine Spiele integrieren. Zudem sollen Werbekampagnen künftig einfacher und in Echtzeit aktualisiert werden können.
Erste Marken bereits bekannt
Zu den ersten bekannten Marken gehört Mountain Dew. Der Getränkehersteller hat für EA SPORTS College Football 26 sogar ein eigenes Team inklusive Stadion und Maskottchen erhalten. Neben Mountain Dew sollen auch weitere bekannte Marken wie Visa, Lowe’s, Red Bull sowie Xfinity und Peacock ihren Platz in den Sportspielen finden.
EA betont, dass die Werbung das Spielerlebnis nicht stören soll. Stattdessen sollen Marken auf natürliche Weise Teil der Spielwelt werden. Gerade in Sportspielen seien Werbebanden, Sponsoren und Markenkooperationen bereits aus dem realen Vorbild bekannt.
Aktuell nennt EA vor allem Sportspiele wie EA Sports FC, Madden NFL und College Football als Beispiele. Laut der Ankündigung soll EA Advertising jedoch grundsätzlich für das gesamte Spieleportfolio des Publishers genutzt werden können.
Kritik in der Community
Viele Spieler haben eine andere Meinung als der Publisher selbst. Denn heutzutage kostet ein Vollpreistitel oft 60 € aufwärts. Rechnet man noch In-Game Käufe dazu, sind es deutlich mehr. Die Spiele sollen durch die Werbung nicht günstiger werden. In der Vergangenheit sorgten bereits Werbungen in Burnout Paradise und MMA-Kampfspiel UFC 4 für negative Reaktionen in der Community.
Wie stehst du zu den Plänen von EA? Sind Markeninhalte als Teil der Spielwelt für dich in Ordnung oder geht diese Form der Werbung in Vollpreisspielen zu weit? Schreib es uns gerne in die Kommentare.
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Quelle: WinFuture/ComputerBase/Electronic Arts

