Der weltweite Markt für NAND-Flash-Speicher steht derzeit unter massivem Druck. Neue Analysen von TrendForce zeigen, dass die Nachfrage nach Flash-Speicher stark steigt – vor allem wegen des rasanten Ausbaus von KI-Infrastruktur und Rechenzentren. Die Folge: steigende Preise und eine zunehmend angespannte Versorgungslage, die sich auch auf SSDs für Endkunden auswirken dürfte.


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Bereits im vierten Quartal 2025 profitierte die Branche deutlich von dieser Entwicklung. Die fünf größten NAND-Hersteller steigerten ihren gemeinsamen Umsatz laut TrendForce auf 21,17 Milliarden US-Dollar, was einem Wachstum von rund 23,8 Prozent gegenüber dem Vorquartal entspricht. Der wichtigste Treiber dahinter war die stark gestiegene Nachfrage nach Enterprise-SSDs, die in großen KI-Rechenzentren eingesetzt werden.

Besonders aktiv sind dabei große Cloud-Anbieter aus Nordamerika, die ihre Serverkapazitäten massiv ausbauen. Gleichzeitig sorgt eine anhaltende Knappheit bei klassischen Festplatten (HDDs) dafür, dass viele Unternehmen verstärkt auf Flash-Speicher ausweichen. Dadurch verschärft sich das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage zusätzlich – mit steigenden Preisen als direkte Folge.



TrendForce erwartet deshalb einen drastischen Preissprung in den kommenden Monaten. Die Preise für NAND-Flash könnten demnach im Schnitt um 85 bis 90 Prozent gegenüber dem Vorquartal steigen. Damit würde sich die ohnehin angespannte Marktsituation weiter verschärfen und die höheren Einkaufspreise dürften von den SSD-Herstellern vermutlich an die Endkunden weitergegeben werden.

Die Preise für SSDs sind in den vergangenen Monaten bereits ordentlich in die Höhe geschossen. Werfen wir exemplarisch einen Blick auf die Kingston NV3 1 TB SSD, die für viele als Preis-Leistungs-Tipp gilt. War sie im Oktober 2025 noch für rund 50 Euro erhältlich, werden mittlerweile schon mehr als 100 Euro fällig. Eine Entwicklung, die sich so ähnlich auf den gesamten Markt übertragen lässt. Wir dürfen gespannt sein, wie teuer SSDs im Laufe des Jahres noch werden. Ein Ende der Preissteigerung erscheint vorerst nicht in Sicht.

Quelle: TrendForce

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